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Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007



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1 Geschäft und Rahmenbedingungen



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Das Unternehmen



Die 1992 gegründete GFKL Financial Services AG (GFKL) hat sich in den vergangenen 15 Jahren zu einem der führenden unabhängigen Leasing- und Inkassoanbieter entwickelt. Die Geschäftsbereiche Software und Systeme runden das Dienstleistungsspektrum technologisch ab. Über seine operativen Tochtergesellschaften ist GFKL damit in der Lage, Kunden in jeder Phase des Geschäftsprozesses bei der Investitionsfinanzierung, Prozessorganisation und Liquiditätssicherung zu unterstützen.

Die Geschäftsaktivitäten im Geschäftsbereich Kredit (Leasing und Factoring) umfassen die Finanzierung und Verwertung mobiler Investitionsgüter im Micro-, Small- und Mid-Ticket-Segment, Projektfinanzierungen (Project Finance) sowie die Verbriefung von Forderungsportfolios am Geld- und Kapitalmarkt. Ergänzt wird das Kreditgeschäft durch Leistungen im Versicherungsbereich. Als Factor erwirbt die Gesellschaft zudem Geldforderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen. Mit seinen Tochtergesellschaften des Geschäftsbereiches Kredit ist GFKL sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden, England und Spanien vertreten.

Der Geschäftsbereich Inkasso ist in die Bereiche Banking und Non-Banking unterteilt. Der Bereich Banking übernimmt die Bewertung, den Erwerb und die Verwertung notleidender Kredite (so genannter Non-Performing Loans, NPL) als Servicer für Dritte und auf eigene Rechnung. Die Gesellschaft betreut dabei sowohl grundpfandrechtlich gesicherte Darlehen als auch unbesicherte Konsumentenkredite. Neben dem deutschen Markt umfasst die Geschäftstätigkeit im NPL-Segment auch Spanien und Portugal. Die Dienstleistungen der Inkassogesellschaften des Bereichs Non-Banking erstrecken sich über ein breites Spektrum an Forderungsklassen: von dem kleinteiligen Mengengeschäft im Versicherungs- und Telekommunikationssektor bis zur Bearbeitung kurzfristiger Forderungen aus Handel, Handwerk und Industrie.

Im Geschäftsbereich Software sind die Entwicklung und der Vertrieb von Software- und Internetanwendungen für die Versicherungswirtschaft, für das Kredit- und Forderungsmanagement von Finanzdienstleistungsunternehmen, das außergerichtliche und gerichtliche Mahnverfahren von Großgläubigern und mittelständischen Unternehmen sowie für das Vollstreckungsverfahren von Körperschaften des öffentlichen Sektors angesiedelt.

Das Leistungsangebot des Geschäftsbereiches Systeme deckt die gesamte Wertschöpfungskette für Leasing und Life-Cycle-Management von IT-Systemen ab: Finanzierungslösungen, Installation, Wartung, Reparatur sowie Austausch und Wiedervermarktung von IT-Systemen.

Das konzerneigene Prozess- und Finanzierungs-Know-how sowie das breite Leistungsangebot seiner Unternehmensbereiche ermöglichen es GFKL, innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, mit denen das Unternehmen aktiv den Veränderungsprozess in der deutschen Finanzdienstleistungsindustrie begleitet. Dieser ist gekennzeichnet von einer wachsenden Bedeutung alternativer Finanzierungsformen (zum Beispiel Leasing und Factoring), der zunehmenden Auslagerung von Teil- und Gesamtprozessen bei Finanzdienstleistungsunternehmen und von einer sinkenden Zahlungsmoral im Privatkunden- und Geschäftskundengeschäft, die eine steigende Professionalisierung im Forderungsmanagement erfordert.

Alle Produkte und Dienstleistungen werden entlang der Wertschöpfungskette individuell vermarktet. Gleichzeitig nutzt GFKL Cross-Selling-Effekte in der Unternehmensgruppe und kombiniert einzelne Produkte und Leistungen zu umfassenden Lösungen. Mit der sehr guten Positionierung in Einzelmärkten und der gleichzeitigen Kombination unterschiedlicher Segmente begrenzt das Geschäftsmodell von GFKL zudem Konzentrationsrisiken.

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Rechtliche Grundlagen



Zum GFKL-Konzern gehören neben der GFKL Financial Services AG als Holding 52 vollständig konsolidierte Tochter- bzw. Enkelgesellschaften. Des Weiteren ist die GFKL Financial Services AG direkt oder indirekt an sechs assoziierten Unternehmen beteiligt und hält zudem eine weitere Beteiligung.

Zum Geschäftsbereich Kredit gehören die 100%igen Tochtergesellschaften Universal Leasing GmbH, ADA Financial Services GmbH & Co. KG (vormals: RCU Leasing GmbH & Co. KG), ADA Financial Services Verwaltungsgesellschaft mbH (vormals: RCU Leasing Verwaltungsgesellschaft mbH), SBL Mobilien GmbH, Proceed Securitization Services GmbH, Universal Factoring GmbH, debifact Factoring GmbH & Co. KG   (vormals: debifact.Debitoren-Factoring GmbH & Co. KG) sowie die Universal Assekuranzservice GmbH (vormals: Universal Vermietungs GmbH). Des Weiteren hält die Gesellschaft 100% der Anteile an der Universal Leasing Benelux B.V., Eindhoven (Niederlande), und der Universal Leasing Ltd., Watford (England), sowie – als 100%ige Tochtergesellschaft der Universal Leasing Ltd. – der Universal Asset Trading Ltd., Watford, und Admiral Leasing plc., Manchester (England). Ferner hat die Universal Leasing Ltd. mit Wirkung zum 1. März 2007 sämtliche Anteile an der Hanover Financial Group Ltd., London (England), erworben. Mit 80% ist die GFKL Financial Services AG an der Universal Lease Iberia S.A., Sevilla (Spanien), beteiligt.

Die Tochtergesellschaften im Geschäftsbereich Inkasso sind die Proceed Portfolio Services GmbH, die Sirius Inkasso GmbH, die Domnowski Inkasso GmbH (vormals Domnowski Debitorenmanagement GmbH), die Proceed Collection Services GmbH (vormals: Hansen & Schucht Debitorenmanagement GmbH), die Zyklop Inkasso Deutschland GmbH, die INKASSO BECKER WUPPERTAL GmbH & Co. KG (vormals: Inkasso Becker Wuppertal Dieter Becker GmbH & Co. KG). Mit 50% ist die GFKL Financial Services AG an der Domusvenda Holding, SGPS, S.A., Lissabon (Portugal), beteiligt. Mit Wirkung zum 2. April 2007 erwarb die Gesellschaft 95% der Geschäftsanteile an der Multigestión Portfolio S.L., Madrid (Spanien). Diese Gesellschaft ist alleinige Gesellschafterin der operativen Tochtergesellschaften Multigestión Cartera 2004 S.A., Madrid, Multigestión Iberia S.A., Madrid, und Corfisa Financial Services S.A., Madrid.
Mit Kaufvertrag vom 30. August 2007 erwarb die Gesellschaft jeweils 48% an der HFI Finanz- und Investitions-Beratungsgesellschaft Hamm mbH, Hamm, und VR Inkasso Leasing & Consulting GmbH, Hamm (vormals: Anlage-Rent Leasing & Consulting GmbH).

Zum Geschäftsbereich Software gehört die ABIT AG. Mit Wirkung zum 1. Februar 2007 erwarb GFKL sämtliche Anteile an der GENEVA-ID GmbH, Hamburg (vormals: ID Innovative Datenverarbeitung GmbH, Kevelaer). Mit Vertrag vom 20. August 2007 wurden die Wiese + Partner Unternehmensberatung GmbH, Wiese + Partner Software GmbH und Wiese + Partner Management Consulting GmbH, sämtliche Hamburg, auf die GENEVA-ID GmbH als aufnehmende Gesellschaft verschmolzen. Die Verschmelzung wurde durch Eintragung am 6. November 2007 in das Handelsregister der GENEVA-ID GmbH wirksam. Die Verschmelzung erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2007. Durch die Verschmelzung wurde die has program service GmbH, Hamburg, 100%ige Tochtergesellschaft der GENEVA-ID GmbH. Nach Durchführung der Verschmelzung hält die GFKL Financial Services AG an der GENEVA-ID GmbH 75% der Anteile, die Wiese Consulting GmbH 25%. Ebenfalls am 20. August 2007 haben GFKL und die Wiese Consulting GmbH einen Optionsvertrag über den Erwerb sämtlicher Gesellschaftsanteile der Wiese Consulting GmbH an der GENEVA-ID GmbH durch GFKL geschlossen. Danach ist die Wiese Consulting GmbH berechtigt, bis zu 20% ihrer Anteile (dies entspricht 5% des Stammkapitals) an der GENEVA-ID GmbH ab Unterzeichnung des Optionsvertrages und die übrigen Anteile in der Zeit vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2012 GFKL zum Kauf anzudienen. Soweit die Wiese Consulting GmbH ihr Andienungsrecht nicht oder nur teilweise ausgeübt hat, steht GFKL das Recht zu, die vollständigen Anteile der Wiese Consulting GmbH an der GENEVA-ID GmbH im Zeitraum vom 1. Februar 2013 bis zum 31. Dezember 2014 käuflich zu erwerben.

Der Geschäftsbereich Systeme umfasst die ADA – Das SystemHaus GmbH sowie die Proceed Asset Trading GmbH.

Die GFKL Financial Services AG bildet seit dem 1. Januar 2007 mit folgenden Gesellschaften aufgrund von Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft: Proceed Portfolio Services GmbH, Sirius Inkasso GmbH, Proceed Securitization Services GmbH, Zyklop Inkasso Deutschland GmbH. Bereits seit 2006 bestehen gewerbe- und körperschaftsteuerliche Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit der Proceed Collection Services GmbH, der Domnowski Inkasso GmbH sowie der ABIT AG. Darüber hinaus bestanden 2007 handelsrechtlich wirksame Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit der SBL Mobilien GmbH und der Proceed Asset Trading GmbH, deren Wirksamkeit mit Ablauf des 31. Dezember 2007 endete.

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Unternehmensstruktur
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Gesellschafterstruktur



Zum 31. Dezember 2007 sind zu 23,44% FI Equity Partners B.V., eine 100%ige Tochtergesellschaft der ABN AMRO Bank N.V., und zu 23,25% MLQ Investors L.P., eine mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der Goldman Sachs Group, Inc., an der GFKL Financial Services AG beteiligt. Die ERGO Versicherungsgruppe AG ist mittelbar über eine 100%ige Beteiligung der ERGO-Gesellschaften Victoria Versicherung AG und der Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs AG zu 15,88% beteiligt. Darüber hinaus hält die WestLB AG, Düsseldorf/Münster, 4,67% des Aktienkapitals. 2,09% werden von der GFKL Financial Services AG als eigene Aktien gehalten. Diese Aktien sind der GFKL Financial Services AG im Rahmen der Verschmelzung der ABIT AG auf die GFKL Financial Services AG von den ehemaligen Aktionären der ABIT AG zum Kauf angedient worden.
Die GFKL Financial Services AG hat sich im Rahmen des Verschmelzungsvertrages mit der ABIT AG verpflichtet, sämtlichen ehemaligen Aktionären der ABIT AG anzubieten, ihnen die im Rahmen der Verschmelzung erworbenen GFKL-Aktien abzukaufen. Die übrigen Anteile befinden sich im Streubesitz institutioneller und privater Investoren, von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern sowie Mitarbeitern.

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Gesellschafterstruktur
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Wirtschaftliche Rahmenbedingungen



Im Jahr 2007 zeigte sich der Konjunkturverlauf in der Euro-Zone insgesamt weiterhin positiv. Der Anstieg des Bruttoinlandsproduktes im Euro-13-Raum betrug 2,7% gegenüber dem Vorjahr. Eine ähnliche Tendenz verzeichnete die deutsche Wirtschaft, die im Gesamtjahr 2007 eine Wachstumsrate von 2,5% aufwies. Zu der Entwicklung in Deutschland trugen sowohl eine starke außenwirtschaftliche Tätigkeit als auch eine rege Binnennachfrage bei. Die Realwirtschaft blieb damit im Berichtszeitraum weitestgehend unbeeindruckt von der so genannten Subprime-Krise, die an den Geldmärkten durch eine allgemeine Neubewertung von Risiken aus verbrieften zweitklassigen US-Immbobilienkrediten ausgelöst wurde. Infolge der Krise kam es im Berichtszeitraum phasenweise zu einer Verknappung von Liquidität im Bankensystem und zu einer Verteuerung von Refinanzierungsinstrumenten.

Von der Resistenz der realwirtschaftlichen Entwicklung gegen die Subprime-Krise und die anhaltende Dollarschwäche profitierte auch die Leasingbranche in Deutschland. Infolge der hohen Kapazitätsauslastung in der deutschen Wirtschaft nahmen die gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen nach ersten Schätzungen um rund 8% auf 216 Mrd. € zu. Zugleich stieg der Anteil der leasingfinanzierten Mobilieninvestitionen – die Leasingquote – auf 23,3% (Vj. 22,5%). Daraus ergab sich im Jahr 2007 ein Anstieg des absoluten Mobilienleasingvolumens um knapp 12% auf 50,3 Mrd. € (Vj. 44,9 Mrd. €). Damit lag die Dynamik des Leasingmarktes einmal mehr über den gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten.

Zum Zeitpunkt der Berichtslegung waren keine verlässlichen Zahlen über die Entwicklung des europäischen Leasingmarktes im Jahr 2007 verfügbar. Eine Übersicht des europäischen Branchenverbandes weist jedoch für die Jahre 1994 bis 2006 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate im Leasingneugeschäft von rund 11% aus.

Das Verschuldungs- und Insolvenzgeschehen zeigte, wie schon 2006, eine uneinheitliche Entwicklung: Während das positive konjunkturelle Klima zu einer weiteren Abschwächung von Unternehmensinsolvenzen um 10,4% auf 27.490 (Vj. 30.680) Fälle führte, stiegen die Verbraucherinsolvenzen wiederum signifikant um 18,3% auf 109.330 (Vj. 92.450) Verfahren. Die Zahl der überschuldeten Privatpersonen belief sich einer Erhebung vom Oktober 2007 zufolge auf 7,3 Millionen. Schätzungen gehen dabei von einem Schuldenvolumen privater Haushalte zwischen 208 und 271 Mrd. € aus. Hiervon waren Außenstände in Höhe von rund 22 Mrd. € an Inkassounternehmen zur Beitreibung übergeben.

Der NPL-Markt, also die Veräußerung notleidender Kredite an Investoren und Inkassospezialisten, verzeichnete allgemeinen Schätzungen zufolge im Jahr 2007 einen leichten Rückgang des Transaktionsvolumens auf hohem Niveau. Mit zahlungsgestörten Darlehen in Höhe von rund 150 Mrd. € in den Büchern deutscher Banken bleibt Deutschland jedoch weltweit an der Spitze der Länder mit den höchsten Volumina an Problemkrediten. Der Factoringmarkt mit dem Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Dienstleistungen wies im ersten Halbjahr 2007 eine deutliche Wachstumsrate von 25% auf mit einem Veräußerungsvolumen von knapp 41 Mrd. €. Dabei stieg in diesem Zeitraum die Zahl der Unternehmen, die sich dieser alternativen Finanzierungsform bedienen, von 3.970 auf 4.440.

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Geschäftsentwicklung



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Höhepunkte

  1. Steigerung des Konzernumsatzes um 16,8% auf 1.204,9 Mio. € und des Konzernergebnisses vor Steuern um 21,0% auf 32,0 Mio. €.
  2. Fortsetzung der sehr guten Wachstumsraten im Leasingneugeschäft mit einem Plus von insgesamt 17,5% und Ausbau des Auslandsanteiles im Leasing mit Zuwächsen auf allen erschlossenen europäischen Märkten.
  3. Erhöhung des betreuten Volumens notleidender Kredite auf 11,3 Mrd. € (Vj. 7,5 Mrd. €). Abschluss einer strategischen Kooperation mit der BAG Bankaktiengesellschaft.
  4. Ausweitung der Kundenbasis als Inkassospezialist im kleinteiligen Mengengeschäft und Einstieg in das Auslandsinkasso.
  5. Zusammenführung der Software- und Beratungskompetenz für die Versicherungswirtschaft in einer Tochtergesellschaft.

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Geschäftsbereich Kredit


GFKL steigerte im Geschäftsjahr 2007 das Leasingneugeschäft sehr deutlich von 726,6 Mio. € auf 853,9 Mio. €. Dies entspricht einer Steigerungsrate von 17,5%. Getragen wurde die erfreuliche Entwicklung von einem nachhaltigen organischen Wachstum auf dem Inlandsmarkt und den Auslandsmärkten.

In Deutschland verzeichnete GFKL Auftragseingänge im Volumen von 517,4 Mio. € und übertraf den Vorjahreswert von 465,9 Mio. € damit um 11,1%. Besonders hervorzuheben ist dabei der Zuwachs von 13,3% im Bereich Project Finance der Tochtergesellschaft Universal Leasing GmbH, also im Geschäft mit Finanzierungen ab einer Vertragsgröße von über 250 T€. Das Neugeschäftsvolumen in diesem Segment belief sich im Berichtszeitraum auf 266,0 Mio. € (Vj. 234,8 Mio. €). Bereits 23% aller Kreditentscheidungen der Universal Leasing GmbH wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr mit der neuen, im Hause entwickelten Softwareanwendung für automatisierte Vertragsentscheidungen (Automated Credit Information and Decision Application) getroffen. Dadurch verkürzten sich die Bearbeitungszeiten bei Kundenanfragen wesentlich.

Auch die niederländischen Aktivitäten zeigten einen erfreulichen Verlauf. Hier erzielte die Universal Leasing Benelux B.V. ein Plus von 12,1% auf ein Neugeschäftsvolumen von 96,4 Mio. € (Vj. 85,9 Mio. €).

England avancierte im Geschäftsjahr 2007 zum größten Auslandsmarkt der GFKL-Gruppe. Die 2005 gegründete Tochtergesellschaft Universal Leasing Ltd. akquirierte bereits in ihrem zweiten vollen Geschäftsjahr ein Neugeschäftsvolumen von 141,6 Mio. €. Davon entfielen 131,4 Mio. € auf organisches Wachstum, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr (100,8 Mio. €) von 30,3% entspricht. Ein Anteil von 10,2 Mio. € am Neugeschäftsvolumen ist auf einen Unternehmenserwerb zurückzuführen.

Das spanische Vermietgeschäft der GFKL-Gruppe entwickelte sich im Berichtszeitraum gut. Die Tochtergesellschaft Universal Lease Iberia S.A. steigerte das Volumen ihrer neuen Vertragsabschlüsse gegenüber dem Vorjahr signifikant um 33,1% von 74,0 Mio. € auf 98,5 Mio. €. Gleichwohl entsprach die Ertragslage aufgrund hoher Kapitalkosten in diesem Markt noch nicht den Erwartungen von GFKL.

Insgesamt entfielen im Jahr 2007 auf die Auslandsmärkte bereits 39% des Neugeschäftsvolumens (Vj. 36%).

Gerechnet auf den Gesamtwert des Neugeschäftsvolumens im Berichtsjahr war das LKW-Leasing mit einem Anteil von 20,7% (177,0 Mio. €) das volumenstärkste Leasinggeschäftsfeld, gefolgt von PKW (15,5%/132,1 Mio. €), Produktionsmaschinen (8,5%/72,5 Mio. €), Aufbauten und Containern (7,6%/65,3 Mio. €) sowie Geschäftseinrichtungen (7,1%/61,0 Mio. €).

Zu Beginn des Jahres 2007 nahm die Universal Factoring GmbH ihren Geschäftsbetrieb auf, die sich auf den Erwerb von Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen spezialisiert hat. Das akquirierte Factoringvolumen belief sich im ersten Jahr auf 52,6 Mio. €. Hervorzuheben ist neben der operativen Entwicklung auch die Aufnahme der Gesellschaft als 22. Mitglied in den Deutschen Factoring-Verband. In dem Verband sind die führenden deutschen Factoringanbieter organisiert, die zusammen rund 95% des Marktes abdecken. Die Universal Factoring sieht die Aufnahme in den Verband bereits kurz nach ihrer Gründung als Bestätigung des hohen Standards, der mit entsprechend qualifizierten Mitarbeitern und einer modernen Infrastruktur erreicht wurde.

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Banking – Non Banking
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Geschäftsbereich Inkasso


Die hohe Nachfrage nach professionellen Inkassodienstleistungen war im Geschäftsjahr 2007 ungebrochen. Als viertgrößter Inkassoanbieter im deutschen Markt profitierte die GFKL-Gruppe davon sowohl im Banking- als auch im Non-Banking-Segment. GFKL entwickelte gleichzeitig seine strategische Wettbewerbsposition mit weiteren Übernahmen bzw. Beteiligungen weiter.

Das Volumen der in Bearbeitung genommenen notleidenden Kredite (Banking-Segment) belief sich zum Stichtag des Berichtszeitraums auf 11,3 Mrd. € (Vj. 7,5 Mrd. €). Mit Blick auf die Betreuung gekündigter Konsumentendarlehen durch die Proceed Collection Services GmbH (PCS) ist die Verlängerung eines bestehenden Servicervertrages durch eine deutsche Großbank hervorzuheben. Das Mandat zählt zu den drei größten Aufträgen der PCS. Die Gesellschaft erwarb darüber hinaus auf eigene Rechnung eine Reihe von Portfolios unbesicherter Kredite, darunter zwei größere Pakete mit einem Nominalwert von insgesamt rund 180 Mio. €.

Im Segment grundpfandrechtlich besicherter Darlehen gewann die Tochtergesellschaft Proceed Portfolio Services GmbH im Geschäftsjahr 2007 von zwei institutionellen Investoren Treuhandmandate für die Bearbeitung von 560 gewerblichen Kreditengagements.

Einen wichtigen Schritt zum weiteren Ausbau seiner Marktposition im deutschen NPL-Markt unternahm GFKL im Oktober 2007: Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft beteiligte sich das Unternehmen mit einem Anteil von jeweils 48% an zwei Servicegesellschaften der BAG Bankaktiengesellschaft aus Hamm. Als zentrales Kompetenzzentrum für die Bearbeitung notleidender bzw. abgeschriebener Kredite verfügt die BAG über eine führende Stellung als Servicer im genossenschaftlichen Sektor. GFKL strebt an, mit den zukünftig als Gemeinschaftsunternehmen von GFKL und BAG geführten Gesellschaften HFI Finanz- und Investitions-Beratungsgesellschaft Hamm mbH und der VR Inkasso GmbH seine Position als Inkassospezialist in diesem Markt erheblich auszubauen.

Das Auslandsengagement von GFKL als NPL-Spezialist in Portugal zeigte 2007 einen guten Verlauf. Im April des Jahres erschloss die Gesellschaft Spanien als weiteren Markt. Dieser bietet nach Einschätzung der Gesellschaft aufgrund seines noch jungen Stadiums sehr gute Entwicklungschancen. Bereits in den ersten neun Monaten konnten zwei große NPL-Portfolios mit insgesamt rund 360.000 Darlehen in die Abwicklung übernommen werden. Die Aktivitäten in Österreich wurden eingestellt, nachdem das angestrebte Mandat der Bank Austria Creditanstalt an einen Wettbewerber erteilt wurde.

Im Inkassosegment Non-Banking verzeichnete die Sirius Inkasso GmbH ein weiteres erfreuliches Geschäftsjahr. Das auf den Einzug kleinteiliger Forderungen des Mengengeschäftes spezialisierte Unternehmen nahm im Verlauf des Jahres die 1.000.000ste Forderung in die Bearbeitung. Zugleich stieg die Zahl der Mitarbeiter auf über 100. Die breite Kundenbasis im Versicherungssektor mit 15 Mandanten erweiterte das Unternehmen 2007 mit Kunden aus der Telekommunikations- und Handelsbranche.

Zum Jahresbeginn 2007 forcierte die GFKL-Gruppe ihre Aktivitäten im Auslandsinkasso durch Übernahme der Wolter Inkasso OHG, die sich auf den Forderungseinzug im Ausland spezialisiert ist. Als exklusiver Deutschland-Partner der Global Credit Solutions Group (GCS), einem der wichtigsten internationalen Inkasso-Netzwerke, arbeitet das Unternehmen dabei mit Partnern in mehr als 100 Ländern zusammen. Aus Gründen der Prozessoptimierung und bestmöglichen Nutzung gemeinsamer Stärken wurde Wolter Inkasso in die Tochtergesellschaft Domnowski Inkasso GmbH aus Hamm integriert.

Mit Blick auf das Inlandsgeschäft war für die Domnowski Inkasso GmbH besonders der Abschluss zweier vertrieblicher Partnerschaften von Bedeutung. Zum einen verständigte sich das Unternehmen mit der Buhl Data Service GmbH über die Integration seiner Inkassodienste in das Serviceangebot des bekannten Softwareprogramms „WISO-Kaufmann“. Die Gesellschaft sieht hierin einen wichtigen vertrieblichen Multiplikator-Effekt. Gleiches gilt für die Aufnahme der Inkassodienstleistungen von Domnowski Inkasso in gewerbliche Rechtsschutzprodukte der Neue Rechtsschutz Versicherungsgesellschaft AG (NRV). Die Kunden der NRV können auf diese Weise im Rahmen ihrer Versicherung Dienstleistungen in Anspruch nehmen, die von Domnowski Inkasso als exklusivem Partner erbracht werden.

Die Tochtergesellschaft Zyklop Inkasso Deutschland GmbH stellte 2007 die InkassoCard vor. Inhabern der Karte erstattet Zyklop Inkasso sämtliche bis zur Titulierung einer Forderung anfallenden Verfahrenskosten, sofern eine erfolgreiche Beitreibung nicht innerhalb von 60 Tagen nach Eingang eines Urteils gelingt. Nach Kenntnis der Gesellschaft ist dieses Angebot in Deutschland einmalig.

Ein bedeutendes Mandat gewann die Tochtergesellschaft INKASSO BECKER WUPPERTAL GmbH & Co. KG (IBW) im abgelaufenen Geschäftsjahr. Im Februar übernahm die Gesellschaft von einem bekannten Versandhaus insgesamt 25.000 Forderungen mit einem Nominalvolumen von 7,5 Mio. €.

Insgesamt betreute die GFKL-Gruppe im Inkassosegment Non-Banking zum Bilanzstichtag ein Forderungsvolumen in Höhe von 695,0 Mio. € (Vj. 500,3 Mio. €).

Darüber hinaus schloss die vormals mit der IBW kooperierende, jetzige GFKL-Tochtergesellschaft debifact Factoring GmbH & Co. KG im Februar 2007 eine Rahmenvereinbarung mit einem der führenden Franchisegeber aus dem Sonnenstudiobereich ab. Ende des Jahres zählten bereits 83 der 515 Eigenstudios und Franchisepartner der Kette zu den Kunden der debifact.

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Geschäftsbereiche Software und Systeme


Die GFKL-Gruppe baute im März 2007 ihr Softwaregeschäft mit der Übernahme der ID Innovative Datenverarbeitung GmbH (ID) wesentlich aus. Das 1991 gegründete Unternehmen mit Sitz in Kevelaer entwickelt und vertreibt Softwarekomponenten für Finanzdienstleister, insbesondere für die Versicherungswirtschaft. ID ist in 17 europäischen Ländern mit seinen Anwendungen vertreten und wurde im Berichtsjahr zum IBM Premium Business Partner ernannt. Damit verfügt ID über eine hervorgehobene, landesübergreifende Stellung innerhalb der IBM-Organisation und profitiert als Partner von gemeinsamen vertrieblichen Aktivitäten sowie dem Zugang zu technischem Know-how.

Mit dem Ziel, Synergien zu schaffen und Kunden integrierte Lösungen für den gesamten Versicherungsprozess anbieten zu können, führte GFKL im September 2007 die in der Gruppe bestehende Software- und Beratungskompetenz in der Tochtergesellschaft GENEVA-ID GmbH zusammen. Dies betraf die Geschäftstätigkeit der ID sowie der Wiese + Partner-Gruppe (Hamburg) und der has program service GmbH (Hamburg/Mönchengladbach). Die Standorte der beteiligten Unternehmen blieben erhalten. Hauptsitz der GENEVA-ID ist Hamburg. Das Lösungsangebot des Unternehmens umfasst skalierbare Anwendungsprodukte, Business Process Outsourcing sowie individuelle IT-Projekte. Der Namensteil „GENEVA“ kennzeichnet dabei als Abkürzung für „Generalisierte  Versicherungs-Anwendungen“ die Philosophie des generalisierten Ansatzes in der Entwicklung und dem Vertrieb von Lösungen für die Assekuranz.

Für den Geschäftsverlauf der ID bzw. GENEVA-ID von Bedeutung waren die Vorbereitungen des Marktes auf das elektronische Versicherungsbestätigungsverfahren, das ab dem 1. März 2008 verpflichtend bei KfZ-Neuzulassungen anzuwenden ist und ab dem 1. September 2008 auch für alle übrigen KfZ-Versicherungsvorgänge gilt. Darüber hinaus schloss die Tochtergesellschaft für die Versicherungssparte eines führenden japanischen Autokonzernes den Roll-out von IT-Systemen in Italien, Spanien und Belgien erfolgreich ab.

Die ABIT AG gewann im Geschäftsjahr 2007 mit einer der führenden Geschäftsbanken Deutschlands eine weitere Großbank als Kunden für ihre Softwareanwendungen aus der ABIT Banknology©-Plattform. Das Mandat betrifft die Prozessunterstützung im Workout-Segment. Ferner setzte ABIT im Geschäftsjahr 2007 ein Großprojekt zur Prozessoptimierung in der Pfändungsbearbeitung bei einer großen deutschen Privatkundenbank erfolgreich um.

Im Geschäftsbereich Systeme schloss die Tochtergesellschaft ADA – Das Systemhaus GmbH 2007 eine Reihe großer Projekte, wie zum Beispiel die Auslieferung und Installation von IT-Systemen bei der ITERGO/Münchner Rückversicherung, erfolgreich ab.

Mit dem Gewinn von über 50 neuen, zum Teil umsatzstarken Kunden, gelang es der ADA 2007, eine gute Basis für weiteres Wachstum 2008 zu legen. Die strategische Neuausrichtung der Service-/Logistik-Organisation und die damit verbundene Zusammenlegung der Bereiche am Standort Essen wurde darüber hinaus erfolgreich abgeschlossen.

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Umsatz


Die GFKL-Gruppe steigerte im vergangenen Geschäftsjahr den Konzernumsatz um 16,8% von 1.031,2 Mio. € auf 1.204,9 Mio. €. Dabei trugen die Segmente Kredit, Inkasso und Software zu dem Anstieg bei, während in dem Bereich Systeme ein leichter Umsatzrückgang zu verzeichnen war. Die Umsatzentwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen zeigt die nachfolgende Übersicht:


Im Geschäftsbereich Kredit entfielen 63% (72,0 Mio. €) der Umsatzsteigerung in Höhe von 113,6 Mio. € auf nachhaltiges wiederkehrendes Geschäft, während sich die Akquisitionseffekte auf 41,6 Mio. € (37%) summieren. Der signifikante Umsatzanstieg im Segment Inkasso ist dagegen annähernd zu gleichen Teilen auf organisches Wachstum und Akquisitionen zurückzuführen. Letztere trugen 30,8 Mio. € (56%) zu der Umsatzsteigerung bei.

Für die Umsatzsteigerung im Geschäftsbereich Software war die Akquisition der ID Innovative Datenverarbeitung GmbH im Februar 2007 wesentlich. Das Unternehmen, in dem unter der Firmierung GENEVA-ID GmbH seit September 2007 die Software- und Beratungskompetenz der GFKL-Gruppe zusammengefasst sind, leistete einen Umsatzbeitrag von 14,1 Mio. €.

Der Umsatz von 146,3 Mio. € im Geschäftsbereich Systeme wurde im Wesentlichen von der ADA – Das SystemHaus GmbH generiert und auch 2007 überwiegend von dem Geschäft mit inländischen Kunden getragen. Dabei kam es zu einem erwarteten Umsatzrückgang von rund 18,0 Mio. € für das gesamte Geschäftsjahr. Dieser begründet sich vor allem in der Umsatzsteuererhöhung 2007 und den daraus resultierenden vorgezogenen Käufen 2006 von Kunden, die nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind.

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Forschung und Entwicklung


Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die GFKL-Gruppe keine übergeordneten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durchgeführt.

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Mitarbeiter


Die GFKL-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2007 nach Stellen gerechnet durchschnittlich 2.453 (Vj. 1.752) Mitarbeiter, zum Bilanzstichtag waren es 2.624 (Vj. 2.088) Mitarbeiter. Darüber hinaus bildeten die Holding und ihre Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2007 insgesamt 64 (Vj. 53) Auszubildende aus.

Zur Festigung einer gemeinsamen Unternehmenskultur und des Teamgeistes führt GFKL jährlich ein 270-Grad-Feedback durch, das sich an den neun Unternehmensleitlinien als Bewertungsparameter orientiert. Ziel ist es, die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern sowie zwischen Mitarbeitern und Führungskräften zu fördern und gleichzeitig Erkenntnisse über organisatorische und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten zu gewinnen.

Zum zweiten Mal in Folge verliehen im Jahr 2007 das Münchener Geva-Institut und die Zeitschrift Karriere das Gütesiegel Top-Arbeitgeber an GFKL. Basis der Auszeichnung war die Bewertung des Unternehmens gemäß 14 Kriterien in sechs Kategorien. Als besondere Stärken identifizierten die Juroren die Personalentwicklung, das Betriebsklima und die Unternehmenskultur, die Zufriedenheit der Mitarbeiter sowie Leistungsorientierung, Jobsicherheit und Marktführungsposition.

 

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