3 Finanzlage
Das Grundkapital der GFKL Financial Services AG betrug zum Bilanzstichtag 17,6 Mio. € und blieb damit zum Stichtag des Vorjahres unverändert.
Die GFKL Financial Services AG übernimmt für die Tochtergesellschaften die zentrale Finanzierungsfunktion. Die Nettokreditaufnahme der GFKL Financial Services AG im Berichtszeitraum für Darlehen mit einer Laufzeit über einem Jahr entspricht einer Summe von 80 Mio. €. Diese setzt sich zusammen aus 85 Mio. € an Mittelaufnahmen sowie der Tilgung eines einzelnen Darlehens in Höhe von 5 Mio. €.
Die Refinanzierungsstrategie der GFKL-Gruppe unterscheidet zwischen der Finanzierung des Leasinggeschäftes und der Finanzierung von eigenen Investments sowie der betrieblichen Leistungserstellung. Aufgrund der Größe des generierten Leasingportfolios ihrer Tochterunternehmen ist die Gesellschaft in der Lage, ihre Forderungen über Verbriefungsvehikel im Rahmen von Asset-Backed-Commercial-Paper-Programmen (ABCP-Programme) bzw. über ABS-Bonds zu attraktiven Konditionen zu verbriefen. Diese Basis wird inzwischen auch für die Verbriefung von Forderungsportfolios aus dem Geschäftsbereich Inkasso genutzt. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über Rahmenverträge für Blockforfaitierungen sowie über verschiedene Kreditlinien und emittiert Schuldscheindarlehen. GFKL konnte in den vergangenen Jahren auf diese Weise die Refinanzierungskosten senken. Die Holdinggesellschaft nutzt darüber hinaus bilaterale Kreditvereinbarungen, deren Mittel insbesondere der Finanzierung von Portfoliokäufen zur Weiterreichung an die Tochtergesellschaften (Intercompany-Darlehen) und von Unternehmensakquisitionen dienen.
Ein wesentlicher Teil der Refinanzierung erfolgt im Rahmen von ABS-Transaktionen bzw. ABCP-Programmen. Seit 2001 nimmt GFKL an verschiedenen ABCP-Programmen teil. Derzeit bestehen vier ABCP-Programme mit einem Gesamtrefinanzierungsvolumen per 31. Dezember 2007 in Höhe von 666,4 Mio. €: das Programm Compass mit der WestLB, Tulip mit ABN AMRO Bank N.V., Acorn mit der Royal Bank of Scotland und Galleon mit der State Street Global Market LLC. Ferner hat GFKL im März 2005 einen ABS-Bond „Fast 2005“ mit einem ursprünglichen Gesamtvolumen von 450 Mio. € emittiert, woraus zum 31. Dezember 2007 ein Refinanzierungsvolumen in Höhe von rund 297,0 Mio. € in Anspruch genommen wurde.
Bei den echten Forderungsverkäufen an Kreditinstitute wird das Kreditausfallrisiko von dem ankaufenden Kreditinstitut übernommen. Lediglich das Veritätsrisiko, d. h. das Risiko für das rechtliche Bestehen der Forderung, verbleibt bei der Leasinggesellschaft. GFKL steht im Rahmen dieser Forderungsabtretungen dementsprechend grundsätzlich für den Bestand und Fortbestand der abgetretenen Forderungen sowie für die Übertragbarkeit der Forderungen und deren Nichtbelastung durch Rechte Dritter oder des Leasingnehmers ein. Darüber hinaus finanziert GFKL den Erwerb von drei notleidenden Forderungsportfolios im Wege des regresslosen Verkaufes an Compass Exporec Limited, eine von der WestLB AG administrierte Ankaufsgesellschaft.
Die Neubewertung von Risiken aus verbrieften zweitklassigen US-Immobilienkrediten (Subprime-Krise) wirkte sich im Berichtszeitraum lediglich durch verhalten gestiegene Refinanzierungskosten über die Commercial-Paper-Programme auf GFKL aus. Im Gesamtkontext der Refinanzierungssituation der Gesellschaft waren die Folgen des Geschehens damit begrenzt.
