2 Ertragslage
Das Konzernergebnis vor Steuern erhöhte sich 2007 gegenüber dem Vorjahr um 21,0% von 26,5 Mio. € auf 32,0 Mio. €. Hierbei zeigte sich die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen uneinheitlich, wie die nachfolgende Segmentübersicht der Ergebnisse vor Steuern verdeutlicht:
Der Ergebnisbeitrag des Kreditsegmentes ist von dem anhaltenden Margendruck im Geschäftsfeld Leasing belastet sowie vor allem von den Anlaufkosten für den Aufbau des Factoringgeschäftes, die sich 2007 auf rund 1,4 Mio. € beliefen.
Das Ergebnis vor Steuern des Geschäftsbereiches Inkasso stieg signifikant. Die gegenüber der Umsatzseite abgeflachte Steigerungsrate ist auf einen Basiseffekt aus dem Vorjahr zurückzuführen. Im vierten Quartal 2006 hatte die Auflösung des negativen Unterschiedsbetrages aus der erstmaligen Einbeziehung der Inkasso Becker Wuppertal GmbH & Co. KG zu einem positiven Ergebnisbeitrag von 5,6 Mio. € geführt. Bereinigt um diesen Effekt stieg das Ergebnis vor Steuern im Segment Inkasso 2007 gegenüber dem Vorjahr um 152,1%.
Der Ergebnissprung im Segment Software resultiert aus dem sehr guten Ergebnisbeitrag der ABIT AG sowie dem Akquisitionseffekt aus der im Februar übernommenen ID Innovative Datenverarbeitung GmbH.
Bei der Betrachtung des deutlichen Ergebnisrückganges im Geschäftsbereich Systeme ist eine leichte Abschwächung des operativen Geschäftes festzustellen. Ebenfalls ist eine Sonderzahlung eines Dritten an die ADA – Das SystemHaus GmbH in Höhe von 2,0 Mio. €, die den Vergleichswert des Vorjahres entsprechend erhöht hat, zu berücksichtigen.
Als Sondereffekt in diesem Jahr ist ein sonstiger betrieblicher Ertrag aus dem Verkauf eines Gebäudes in Höhe von 1,2 Mio. € in dem Ergebnis vor Steuern enthalten. Hervorzuheben ist, dass das neue Geschäftsfeld Remarketing mit guten Roherträgen zu einer deutlichen Steigerung der Ertragssituation im Bereich der Handelswaren beiträgt.
Die Konzernholding wies zum 31. Dezember 2007 einen Fehlbetrag einschließlich Konsolidierung in Höhe von -16,6 Mio. € (Vj. -8,3 Mio. €) aus. Im Vergleich der beiden Jahre ist zu berücksichtigen, dass 2006 das Ergebnis der GFKL Financial Services AG durch einen Buchgewinn aus dem Verkauf der has program service GmbH in Höhe von 4,8 Mio. € positiv beeinflusst wurde.
Während sich das Konzernergebnis vor Steuern erhöhte, verminderte sich der Konzernjahresüberschuss nach Steuern um 20,5% von 21,9 Mio. € auf 17,4 Mio. €. Verantwortlich hierfür ist unter anderem die ergebniswirksame Bewertung der aktiven und passiven latenten Steuern in Höhe von -0,8 Mio. €, die sich in Zusammenhang mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 ergibt (vgl. Angaben im Konzernanhang).
