IV. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die Segmente Kredit, Inkasso, Software und Systeme ist aus der Segmentberichterstattung ersichtlich, die als Anlage beigefügt ist.
Die Umsatzerlöse entfallen auf die Bereiche:
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Finance-Lease | 718.057 | 649.869 |
Operating-Lease | 82.007 | 49.734 |
Verwertung | 107.327 | 97.378 |
Erlöse Factoringgebühr | 915 | 0 |
Sonstiges | 5.086 | 2.831 |
Kredit | 913.393 | 799.812 |
Gebühren aus der Portfolio-Verwaltung | 51.989 | 34.169 |
Kostenerstattung aus der Portfolio-Verwaltung | 18.666 | 11.776 |
Erlöse aus erworbenen Portfolios | 41.488 | 8.931 |
Sonstiges | 2.154 | 4.106 |
Inkasso | 114.297 | 58.982 |
Dienstleistungen und Programmierungen | 17.782 | 10.556 |
Wartungs- und Lizenzerlöse | 12.639 | 9.037 |
Sonstiges | 522 | 563 |
Software | 30.944 | 20.157 |
Verkauf Hardware und Waren | 84.315 | 94.989 |
Dienstleistungen | 61.822 | 57.180 |
Sonstiges | 128 | 84 |
Systeme | 146.264 | 152.253 |
Umsatzerlöse | 1.204.898 | 1.031.203 |
Die Umsatzerlöse des Segments Kredit untergliedern sich zum einen in Finance-Lease-Erlöse. Diese stellen die Nettoinvestition der Forderung zu Beginn des Vertrages dar. Die Position ist ein Indikator für die Entwicklung des Neugeschäfts der Berichtsperiode. Korrespondierend mit einem Teil der Position Aufwendungen für Leasing sind diese Umsätze weitgehend ergebnisneutral. Ergebniswirksam sind die Erlöse aus der Verwertung des Kreditbereiches. Diese resultieren aus dem Verkauf der Leasingobjekte während oder zum Ende der Vertragslaufzeit. Die Abgänge zu Buchwerten respektive Restschulden sind in der Position „Aufwendungen für Leasing“ enthalten. Der wesentliche Ergebnisbeitrag des Segmentes Kredit resultiert aus dem Zinsergebnis. Im Rahmen des Erwerbs der Universal Lease Iberia S.A. und der Klassifikation eines Großteils der Leasingverträge als Operate-Lease ergibt sich als weitere Erlöskomponente die Ratenzahlung der Kunden, denen die Abschreibung des Vermietvermögens gegenübersteht.
Im Bereich Inkasso resultieren die Umsätze im Wesentlichen aus bestands- sowie erfolgsabhängigen Gebühren für die Verwaltung wiederkehrender Forderungen, die Abwicklung zahlungsgestörter Engagements, realisierten Überschüssen erworbener titulierter Forderungen sowie aus Kostenerstattungen für Projektleistungen. Die den Umsätzen gegenüberstehenden Aufwendungen ergeben sich insbesondere aus Personalkosten sowie aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Des Weiteren stellen die Erlöse aus erworbenen Portfolios die Erlösrealisierung der zur Abwicklung erworbenen notleidenden Kredite und Forderungen dar. Hierbei handelt es sich um Portfolios, die in eigenem Risiko der GFKL stehen. Die Erlösrealisierung stellt die Marktwertänderung der bilanzierten Vermögenswerte dar. Das zugrunde liegende Bewertungsmodell basiert auf marktüblichen Konditionen.
Umsätze des Segmentes Software beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Lizenzen sowie Wartungserlöse. Korrespondierende Aufwendungen resultieren insbesondere aus Personalkosten in den Bereichen Programmierung und Wartung sowie aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
Das Segment Systeme ist im Wesentlichen geprägt durch die Umsätze der zu Beginn des Jahres 2006 erworbenen ADA – Das SystemHaus GmbH. Die Erlöse ergeben sich aus dem Verkauf und Handel von Waren insbesondere im Bereich der Informationstechnologie.
Weitere Angaben zur Gliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern sind der Segmentberichterstattung zu entnehmen (s. VI.).
2. Veränderung des Bestandes an unfertigen Leistungen
Die Bestandserhöhung um -1.268 T€ (Vj. 284 T€) betrifft ausschließlich unfertige Leistungen. Die Bestandsveränderungen resultieren aus noch nicht vollständig abgeschlossenen Kundenaufträgen, für die gemäß IAS 11 keine Teilumsätze realisiert werden, da für diese Projekte die Anforderungen des IAS 11 (Plankostenvergleichsrechnung) nicht erfüllt sind. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen setzen sich hierbei aus Materialeinzelkosten (eigene Projektierungs- und Programmierleistungen) sowie Fertigungsgemeinkosten zusammen. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Bewertung einbezogen. Die Veränderung des Bestandes an unfertigen Leistungen beinhaltet sowohl die Erlösvereinnahmung in Höhe des Periodenaufwands für laufende, noch nicht fertiggestellte Projekte als auch den Aufwand aus der Reduzierung der unfertigen Leistungen nach Fertigstellung der Projekte.
3. Sonstige betriebliche Erträge
Unter die sonstigen betrieblichen Erträge fallen Gebühreneinnahmen aus dem kaufmännischen Mahnverfahren, Schadenersatzleistungen, Auflösungen von abgegrenzten Verbindlichkeiten (Rückstellungen) sowie Erlöse aus der Weiterberechnung von Ablösekosten. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge Auflösungen von Einzelwertberichtigungen, die in Vorjahren gebildet und nicht benötigt wurden, sowie Erlöse aus Gebäudeverkäufen der ADA – Das SystemHaus GmbH. Die Erlöse aus Unternehmensverkäufen resultieren aus der Veräußerung der Anteile an der West Forderungsmanagement GmbH (837 T€).
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Gebühreneinnahmen | 4.820 | 3.355 |
Auflösung abgegrenzter Verbindlichkeiten | 4.404 | 3.285 |
Auflösung Wertberichtigung Segment Kredit | 1.887 | 2.301 |
Anspruch gegenüber Verkäufer der Universal Lease Iberia S.A. | 1.440 | 0 |
Gebäudeverkauf ADA | 1.173 | 0 |
Erträge aus Mindererlösbeteiligungen | 1.123 | 1.344 |
Serviceerlöse aus Finanzdienstleistungen | 953 | 0 |
Erlöse aus Unternehmensverkäufen | 837 | 5.191 |
Andere aktivierte Eigenleistungen | 641 | 0 |
Erträge abgeschriebene Forderungen | 363 | 2.334 |
Sonstiges | 1.900 | 1.952 |
Sonstige betriebliche Erträge | 19.541 | 19.761 |
Aus der Entschädigung von Dritten für Sachanlagen, die eine Wertminderung erfahren haben, untergegangen sind oder außer Betrieb genommen wurden, sind betriebliche Erträge in Höhe von 97 T€ (Vj. 145 T€) erfasst worden.
4. Erträge aus der Auflösung des negativen Unterschiedsbetrags
Im Vorjahr enthielt der Betrag in Höhe von 6,5 Mio. € neben dem Unterschiedsbetrag der has program service GmbH in Höhe von 0,7 Mio. € und einer Tochter des Teilkonzerns Domusvenda (0,2 Mio. €) die Auflösung des Unterschiedsbetrags der INKASSO Becker Wuppertal GmbH & Co. KG in Höhe von 5,6 Mio. €.
5. Materialaufwand
Die Aufwendungen für bezogene Waren/Leistungen (98,8 Mio. €; Vj. 105,4 Mio. €) betreffen im Wesentlichen Aufwendungen des Segments Systeme aus dem Handel mit IT-Objekten.
Die Aufwendungen für Leasing entstehen im Wesentlichen aus dem Wareneinkauf von Leasingobjekten des Finance-Lease-Neugeschäfts sowie aus dem Wareneinsatz bei der Verwertung von Leasingrückläufern und Nebensicherheiten:
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Wareneinkauf Leasingobjekte | 740.836 | 662.196 |
Aufwand Abgänge für Leasingobjekte/Sicherheiten | 101.624 | 94.768 |
Sonstige | 3.286 | 2.059 |
Summe | 845.746 | 759.023 |
Der Aufwand aus Abgängen betrifft die aus beendeten oder gekündigten Engagements übernommenen und weiterveräußerten Objekte aus den bestehenden Leasingportfolios.
6. Personalaufwand
Der Anstieg der Mitarbeiter im Vorjahresvergleich ist im Wesentlichen durch die Einbeziehung der Multigestión Portfolio S.A. im Segment Inkasso sowie die Einbeziehung der GENEVA-ID GmbH im Bereich Software geprägt. Weitere Unternehmensakquisitionen des Geschäftsjahres begründen den Anstieg im Segment Kredit. Die Entwicklung des Personals nach Vollzeitstellen zeigt – nach Geschäftsbereichen gegliedert – die nachfolgende Übersicht:
31.12.2007 | 31.12.2006 | |
Kredit | 426 | 369 |
Inkasso | 915 | 581 |
Software | 291 | 136 |
Systeme | 888 | 896 |
Stabsbereiche und Sonstige | 104 | 107 |
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Mitarbeiter | 2.624 | 2.088 |
Mitarbeiter im Durchschnitt | 2.453 | 1.752 |
Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand wird auf Basis monatlicher Auswertungen ermittelt.
Für einen Teil der Mitarbeiter im GFKL-Konzern wurden Zusagen für Jubiläumszahlungen gegeben. Die Rückstellung wurde unter Berücksichtigung der bereits erdienten Arbeitszeit, einer aktuellen Fluktuationsrate (erstmals in 2006) sowie einer marktgerechten Abzinsung ermittelt.
Die deutsche Rentenversicherung ist gemäß IAS 19 als beitragsorientierter Versorgungsplan zu klassifizieren. Die in 2007 gezahlten Beträge belaufen sich auf 7.454 T€ (Vj. 6.023 T€) und sind in der Position „Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung“ enthalten.
Im Rahmen der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Laufender Dienstzeitaufwand | 395 | 379 |
Zinsaufwand | 296 | 271 |
Erwarteter Ertrag des externen Planvermögens | -76 | -60 |
In der Periode erfasste Gewinne/Verluste | 52 | 249 |
Effekt aus Änderung der Versorgungszusage | -258 | 0 |
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Gesamter unter Personalaufwand dargestellter Betrag | 408 | 838 |
Neben den Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen enthält der Personalaufwand Arbeitergeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.
Zu weiteren Erläuterungen zu Pensionsverpflichtungen verweisen wir auf den Punkt III.34 „Pensionsrückstellung“.
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf die in 2007 erfolgten Akquisitionen und die in diesen Unternehmen angefallenen Aufwendungen.
Das Risikoergebnis zum 31. Dezember 2007 beträgt 6,2 Mio. € (Vj. 7,8 Mio. €). Es setzt sich aus der Erhöhung der Risikovorsorge, der Forderungsbewertung CP sowie aus abgeschriebenen Forderungen zusammen. Bei einem durchschnittlichen Forderungsportfolio in Höhe von 1.422 Mio. € 2007 (Vj. 1.222 Mio. €) sowie einem Bestand aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Wertberichtigung in Höhe von 93,4 Mio. € zum 31. Dezember 2007 (Vj. 85,1 Mio. €) ergibt sich eine Vorsorge auf Jahresbasis in Höhe von 0,41% (Vj. 0,59%). Hieraus ergibt sich eine deutliche Reduzierung im Vergleich zum Vorjahr.
Neben den Aufwendungen für Rechts-, Gerichts- und Mahnkosten aus dem Inkassobereich (18.017 T€) sowie Mieten und Raumkosten (11.611 T€) sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen durch Beiträge und Versicherungen, Kfz-Kosten und Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten gekennzeichnet.
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Rechts-, Gerichts- und Mahnkosten Inkassobereich | 18.017 | 10.565 |
Mieten und Raumkosten | 11.611 | 8.660 |
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten | 8.618 | 5.822 |
Beiträge, Versicherungen | 8.420 | 4.734 |
Porto, Telefon, Büro- und Betriebsbedarf | 7.289 | 3.816 |
Kfz-Kosten | 6.445 | 5.318 |
Einstellung in Einzelwertberichtigung zu Forderungen | 6.123 | 5.469 |
Reisekosten, Fortbildung, Bewirtung | 3.185 | 2.559 |
Forderungsbewertung CP/ABS | 3.070 | 4.591 |
Verluste aus Anlagenabgängen | 2.723 | 1.114 |
Forderungsbewertung NPL | 3.106 | 1.724 |
Aufwendungen freie Mitarbeiter | 2.239 | 2.066 |
Abschreibungen auf Forderungen | 2.233 | 846 |
Werbekosten | 2.134 | 1.405 |
Auskunftsgebühren | 1.959 | 851 |
Fremdarbeiten und EDV-Beratungskosten | 1.346 | 976 |
Bankgebühren/Nebenkosten der Refinanzierung | 1.137 | 560 |
Provisionsaufwendungen | 1.098 | 546 |
Personalbeschaffung | 760 | 532 |
Aufwendungen Objektverwertung/Vertragsablösung | 593 | 978 |
Sonstiges | 6.403 | 2.287 |
Summe | 98.508 | 65.422 |
In den Kfz-Kosten sowie in der Position Telefon, Büro- und Betriebsbedarf sind Aufwendungen aus Operate-Lease-Verträgen für Fahrzeuge und Büroausstattungen in Höhe von 5.017 T€ (Vj. 2.895 T€) enthalten.
Bis zum 31. Dezember 2007 hat sich ein Ergebnis aus Wechselkursänderungen in Höhe von -373 T€ ergeben. Zum Stichtag bestehen keine wesentlichen offenen Fremdwährungspositionen.
8. Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinserträge bilden die bedeutendste Erlöskomponente im Segment Kredit. Unter Berücksichtigung der Zinsaufwendungen aus der Refinanzierung ergibt sich als Zinsergebnis der wesentliche Ergebnisbeitrag dieses Geschäftssegments. Die Zinsen und ähnlichen Erträge verteilen sich wie folgt:
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Zinserträge aus Leasing- und Mietkaufgeschäft | 85.036 | 67.758 |
Zinserträge aus Refinanzierung eines Leasingportfolios | 0 | 300 |
Zinserträge Factoring | 4.332 | 0 |
Sonstige | 8.727 | 6.461 |
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Zinsen und ähnliche Erträge | 98.095 | 74.520 |
Die sonstigen Zinserträge betreffen Vorzinsen aus Verträgen, bei denen die Auszahlung des Finanzierungsbetrages vor der eigentlichen Inmietsetzung jeweils zur Mitte oder zum Ende eines Kalendermonats stattgefunden hat. Ferner betreffen sie Verzugszinsen bei zahlungsgestörten Engagements, Stundungszinsen nach Stundungsvereinbarungen sowie Habenzinsen auf Kontokorrentkonten bei Banken.
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Refinanzierungskosten des Leasing- und Mietkaufgeschäftes.
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Zinsaufwendungen für Refinanzierung | 61.869 | 42.320 |
Sonstige Zinsaufwendungen | 20.986 | 11.677 |
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Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 82.856 | 53.997 |
Die sonstigen Zinsaufwendungen resultieren aus Darlehensverbindlichkeiten der Holding sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt.
10. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen
Zur Entwicklung der Abschreibungen verweisen wir auf die „Entwicklung des Konzernanlagevermögens“ der Jahre 2007 und 2006, die dieser Anlage beigefügt sind.
Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von 630 T€ (Vj. 1.200 T€) resultiert aus der Nutzung von Verlustvorträgen gemäß IFRS 3.65. Auf die Erläuterungen zu IV.12 „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ wird verwiesen.
11. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
Aus den assoziierten Unternehmen ergibt sich ein Ergebnisbeitrag in Höhe von -72 T€ (Vj. -20 T€).
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Für die Berechnung der latenten Steuern im Geschäftsjahr 2007 wird eine Steuerquote für die in Deutschland ansässigen Gesellschaften von 40% (Vj. 40%) angesetzt. Die Bewertung der Perioden ab 2008 erfolgt mit einem Steuersatz für die deutschen Gesellschaften in Höhe von 32%. Die Änderung des Steuersatzes resultiert aus dem im Juli 2007 beschlossenen Unternehmenssteuerreformgesetz. Hierbei reduziert sich der Steuersatz für die Gewerbe- und Körperschaftsteuer. Im gleichen Zuge wird die Bemessungsgrundlage beider Steuerarten erweitert. Für die niederländische Gesellschaft Universal Leasing Benelux B.V. wird von einer Steuerquote in Höhe von 25,5% (Vj. 25,6%) ausgegangen. Für die britische Universal Leasing Ltd. wird eine Steuerquote in Höhe von 30% (Vj. 30%) angenommen. Für die spanischen Gesellschaften wurde eine Steuerquote in Höhe von 30% (Vj. 35%) und für die portugiesische Beteiligung eine Quote in Höhe von 26,5% (Vj. 26,5%) angesetzt. Im Konzern wird von einer theoretischen Steuerquote von 40% ausgegangen (Vj. 39,4%). Die theoretische Steuerquote ergibt sich aus der in 2007 anzuwendenden theoretischen Steuerquote für die GFKL Financial Services AG. Die sich aus der Änderung der Steuerquoten ergebenden Anpassungen für latente Steuern sind in den folgenden Tabellen separat dargestellt. Zum 31. Dezember 2007 ergibt sich ein latenter Steueraufwand in Höhe von insgesamt 7.438 T€, im Vorjahr ein latenter Steuerertrag in Höhe von 12.704 T€. Im Wesentlichen wurden Verlustvorträge der GFKL Financial Services AG, der Universal Leasing GmbH, der has program service GmbH, der Universal Factoring GmbH, der Universal Lease Iberia S.A., der Universal Leasing Ltd. und der Domusvenda Holding SGPS S.A. im Rahmen einer Steuerergebnisplanung bewertet oder durch ausreichende passive latente Steuern gedeckt und in entsprechendem Umfang aktiviert. In Bezug auf die Steuerergebnisplanung wird auf Punkt II.5 „Änderungen von Schätzungen“ verwiesen. Die Verlustvorträge der ADA Financial Services GmbH & Co. KG, der ADA Financial Services Verwaltungsgesellschaft mbH sowie die vororganschaftlichen Verlustvorträge der Proceed Collection Services GmbH wurden nicht angesetzt. Zu weiteren Erläuterungen in Bezug auf Verlustvorträge wird auf die Position III.21 „Aktive latente Steuern“ verwiesen. Bei der Nutzung von Verlustvorträgen handelt es sich um die Minderung von tatsächlichen Steuern durch Anrechnung der Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung. In der Position Bewertung Verlustvorträge ist die Veränderung des bewerteten Bestandes an zukünftig nutzbaren Verlustvorträgen dargestellt. Aus der Nichtanerkennung der steuerlichen Organschaft – aufgrund des fehlenden Verweises des § 302 AktG gemäß BFH-Urteil vom 22. Februar 2006 – zwischen der GFKL Financial Services AG und einigen Tochtergesellschaften sind für 2006 insbesondere in der GFKL Financial Services AG steuerlich nutzbare Verlustvorträge aufgrund ihrer Funktion der Gesellschaft als Holding entstanden. In den Tochtergesellschaften sind hingegen Steuerzahlungen angefallen, die im Dezember 2006 an das zuständige Finanzamt geleitet wurden.
Steueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung:
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Tatsächliche Steuern | 6.832 | 5.209 |
Tatsächliche Steuern aus Vorjahren | 407 | 12.056 |
Latente Steuern aus Steuersatzänderung | 829 | -51 |
Latente Steuern | 6.609 | -12.653 |
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Summe | 14.678 | 4.561 |
Die steuerliche Überleitungsrechnung stellt sich wie folgt dar:
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Ergebnis vor Ertragsteuern | 32.044 | 26.493 |
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Erwartete Ertragsteuer | 12.818 | 10.597 |
Hinzurechnungen und Kürzungen | 456 | 125 |
Abweichungen von dem erwarteten Steuersatz | -310 | -640 |
Wertänderungen von Verlustvorträgen | 4.833 | -14.253 |
Nutzung von Verlustvorträgen | -4.782 | -3.366 |
Änderung des Steuersatzes und der Steuergesetze | 829 | -51 |
Ergebnisse aus at equity bewerteten Unternehmen | 29 | -13 |
Nicht abziehbare Goodwill-Abschreibung | 252 | 480 |
Steuernachzahlung und -erstattung Vorjahre | 407 | 12.056 |
Sonstige | 146 | -374 |
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Effektive Ertragsteuern | 14.678 | 4.561 |
Die Abschreibungen des Geschäfts- und Firmenwertes in Höhe von 630 T€ in 2007 und 1.200 T€ in 2006 resultieren aus der Nutzung der zum Erstkonsolidierungszeitpunkt nicht bewerteten Verlustvorträge der ADA – Das SystemHaus GmbH gemäß IAS 12. In der steuerlichen Überleitungsrechnung sind die Werte unter Berücksichtigung von Steuern angegeben (252 T€; Vj. 480 T€).
Zu den Veränderungen der latenten Steuern im Eigenkapital wird auf die Anlage „Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung“ verwiesen.
Bei den bewerteten Verlustvorträgen handelt es sich neben Verlustvorträgen deutscher Gesellschaften, die zeitlich unbeschränkt gelten, auch um Verlustvorträge im europäischen Ausland, die teilweise zeitlich beschränkt sind. Es bestehen zudem nicht als aktive latente Steuern angesetzte Verlustvorträge, da für diese in absehbarer Zeit nicht von einer Nutzung ausgegangen wird, bzw. bei der jeweiligen Gesellschaft eine Verlusthistorie besteht. Die Position Nutzung von Verlustvorträgen stellt die Nutzung von Verlustvorträgen in der laufenden Periode dar. Zu weiteren Erläuterungen wird auf die Punkte III.21 „Aktive latente Steuern“ sowie III.29 „Passive latente Steuern“ verwiesen.
Im Weiteren ist die Veränderung der latenten Steuern tabellarisch dargestellt:
in T€ | 2007 | 2006 |
aktive latente Steuern | 28.057 | 9.313 |
passive latente Steuern | -16.165 | -9.898 |
Bestand latenter Steuern zum 01.01. | 11.892 | -585 |
Veränderung Verlustvorträge | -4.833 | 14.253 |
neutraler Zugang aus Erstkonsolidierung | -1.198 | -784 |
Veränderung latente Steuern im Eigenkapital | -587 | -294 |
Steuersatzänderungen | -829 | 51 |
laufende Ergebnisse | 328 | -748 |
Veränderung in der Periode | -7.119 | 12.478 |
aktive latente Steuern | 16.879 | 28.057 |
passive latente Steuern | -12.106 | -16.165 |
Bestand latenter Steuern zum 31.12. | 4.774 | 11.892 |
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Leasingvermögen | -21.605 | -37.311 |
NPL-Bewertung | 3.804 | 9.952 |
Immaterielle Vermögenswerte | -3.046 | -573 |
Leasingverbindlichkeiten | 6.877 | 9.562 |
Rückstellungen | -549 | 1.476 |
Pensionen | 428 | -152 |
Sonstige | -729 | 3.293 |
Verlustvorträge | 19.594 | 25.645 |
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Saldo der latenten Steuern | 4.774 | 11.892 |
13. Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Stammaktie (IAS 33)
Die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie erfolgt auf Basis des den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehenden Gewinns und der Anzahl der Aktien bei der Konzernmuttergesellschaft GFKL Financial Services AG. Die durchschnittliche Anzahl der Aktien zum 31. Dezember 2007 beträgt 17.633.790 (Vj. 16.949.541,72).
Ergebnis je Aktie
Zum 31. Dezember 2007 ermittelt sich die Anzahl der Aktien wie folgt:
Periodenbeginn | Periodenende | Anzahl | Anzahl | Gewichtung |
01.01.2007 | 31.12.2007 | 365 | 17.633.790 | 17.633.790,00 |
Summe/Durchschnitt: | 365 | 17.633.790,00 |
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich nach IAS 33 aus der Division des den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehenden Gewinns durch die gewichtete Anzahl der Aktien (ohne Berücksichtigung der Gewinnvorträge) wie folgt:
31.12.2007 | 31.12.2006 | |
| ||
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehender Gewinn in T€ | 15.857 | 21.422 |
Gewichtete Anzahl der Aktien in Stück | 17.633.790 | 16.949.542 |
|
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Ergebnis je Aktie in € | 0,90 | 1,26 |
Da im Berichtszeitraum keine Optionsschuldverschreibungen und Bezugsrechte im Umlauf waren, entfällt die Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie.
