III. Einzelangaben zur Bilanz
Kurzfristige Aktiva
1. Flüssige Mittel
Die Bankbestände in Höhe von 109.103 T€ (Vj. 103.288 T€) betreffen im Wesentlichen Guthaben auf laufenden Konten. Die Verzinsung der Bestände auf Geldmarktkonten erfolgt auf Basis des EONIA bzw. EURIBOR.
Von den liquiden Mitteln entfällt ein Teilbetrag in Höhe von 26,6 Mio. € (Vj. 24,2 Mio. €) auf zweckgebundene Mittel, welche im Januar 2008 an die ABCP-Programme und den ABS Bond weiterzuleiten sind, sowie auf verwaltete Kautionen, Treuhandkonten und Weiterleitungsverpflichtungen aus der Portfolioverwaltung.
Zum 31. Dezember 2007 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien (im Wesentlichen Kontokorrentfazilitäten) in Höhe von 38.725 T€ (Vj. 61.319 T€), bei denen alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren. Diese Angaben beinhalten nicht solche Kreditlinien im Geschäftsbereich Kredit, die der Refinanzierung des Leasing- und Factoringgeschäftes dienen und somit nur zweckgebunden einsetzbar sind.
2. Verzinsliche Leasing- und Mietkaufforderungen
Die Tochtergesellschaften Universal Leasing GmbH, Universal Leasing Benelux B.V., Universal Lease Iberia S.A., Proceed Securitization Services GmbH und ADA Financial Services GmbH & Co. KG haben die Möglichkeit, verzinsliche Leasing- und Mietkaufforderungen in vier ABCP-Programme mit einem Gesamtlimit von 900 Mio. € an ABCP Conduits zu verkaufen. Die Limite verteilen sich zum Bilanzstichtag auf die verschiedenen Programme wie folgt: WestLB AG („Compass“ 350 Mio. €), ABN AMRO Bank N.V. („Tulip“ 150 Mio. €), The Royal Bank of Scotland PLC („Acorn“ 250 Mio. €) sowie State Street Global Market LLC („Galleon“ 150 Mio. €). Das Programmlimit von Tulip wurde während des Berichtszeitraums um 75 Mio. € auf 150 Mio. € erhöht. Im Rahmen der Aufnahme der Universal Lease Iberia S.A. in das Verbriefungsprogramm Compass wurde das Limit von 100 Mio. € auf 350 Mio. € erhöht. Hierbei entfallen 250 Mio. € auf die Verbriefung von Leasing- und Mietkaufforderungen und 100 Mio. € auf die Verbriefung offener Restwerte.
Der im Geschäftsjahr 2005 emittierte ABS Bond „FAST 2005 Limited“ mit einem Initialvolumen von 450 Mio. € befindet sich seit April 2007 in der Amortisationsphase. Zum Bilanzstichtag beträgt das ausstehende verbriefte Forderungsvolumen 297 Mio. € (Vj. 450 Mio. €). Der Nominalwert der zum 31. Dezember 2007 verkauften Leasing-, Mietkauf- und Darlehensforderungen beträgt 1.097 Mio. € (Vj. 983 Mio. €). Zu diesem Termin beträgt der Barwert dieser nicht bilanzierten Forderungen 963.328 T€ (Vj. 895.916 T€). In der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007 steht dem entsprechenden Abgang bei den Leasing- und Mietkaufforderungen die Aktivierung eines Sicherungsguthabens in Höhe von 55,2 Mio. € (Vj. 45,4 Mio. €) gegenüber. Davon werden 38.664 T€ (Vj. 32.041 T€) unter den „Sonstigen langfristigen Forderungen“ sowie 16.562 T€ (Vj. 13.321 T€) in den „Sonstigen kurzfristigen operativen Forderungen“ ausgewiesen.
Entwicklung der lang- und kurzfristigen verzinslichen Leasing- und Mietkaufforderungen
in T€ | 2007 | 2006 |
Bestand bilanzierter Forderungen zum 1.1. | 273.856 | 201.806 |
Zugänge des Geschäftsjahres | 742.238 | 668.645 |
Zinserträge des Geschäftsjahres | 85.036 | 67.758 |
Tilgungen des Geschäftsjahres | 367.387 | 248.486 |
Abgänge des Geschäftsjahres | 360.778 | 415.866 |
Bestand bilanzierter Forderungen zum 31.12. | 372.965 | 273.856 |
Die Nettoleasingforderungen sind im Jahresvergleich von 273,9 Mio. € zum 31. Dezember 2007 auf 373 Mio. € gestiegen. Der Anstieg ist durch die Zugänge der noch nicht verbrieften Leasingforderungen im Dezember sowie das Wachstum von GFKL im britischen Markt zu erklären. In den Abgängen per 31. Dezember 2007 sind die in die ABCP-Programme Compass, Tulip, Acorn und Galleon verkauften Leasing- und Mietkaufforderungen enthalten. Zum 31. Dezember 2007 wurden Leasing-, Mietkauf- und Darlehensforderungen im Gesamtwert von barwertig 963,3 Mio. € (Vj. 895,9 Mio. €) an die Ankaufgesellschaften der ABCP-Programme und den ABS Bond veräußert. Per 31. Dezember 2007 waren Forderungen im Barwert von 297 Mio. € (Vj. Mio. 450 €) in den ABS Bond sowie 147 Mio. € (Vj. 50,1 Mio. €) in das Compass, 119 Mio. € (Vj. 50,7 Mio. €) in das Tulip, 250 Mio. € (Vj. 204,5 Mio. €) in das Acorn und 150 Mio. € (Vj. 140,7 Mio. €) in das Galleon ABCP-Programm verkauft. Weitere Mietkaufverträge im Barwert von 9.086 T€ (Vj. 3.410 T€) sind an Refinanzierungsinstitute im Wege der Forfaitierung veräußert worden.
Zusammensetzung bilanzbefreiend verkaufter Forderungen
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Leasing | 530.652 | 493.097 |
Mietkauf | 441.643 | 404.004 |
Darlehen | 120 | 2.226 |
Bestand bilanzbefreiend verkaufter Forderungen | 972.415 | 899.326 |
Gesamtes Portfoliovolumen
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Leasing | 847.114 | 718.842 |
Mietkauf | 498.145 | 452.115 |
Darlehen | 120 | 2.226 |
Portfoliovolumen | 1.345.380 | 1.173.183 |
Der Ausweis der (lang- und kurzfristigen) Leasing- und Mietkaufforderungen erfolgt netto von nicht verdienten, kontrahierten Zinsen, die mit den annuitätischen Ratenzahlungen der Kunden dem Konzern zufließen.
Die Aufteilung der Forderungen aus dem Leasinggeschäft nach Restlaufzeiten sowie die Überleitung zu den Bruttoleasingforderungen stellen sich wie folgt dar:
Restlaufzeit | ||||
in T€ | unter 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt |
Nettoleasingforderungen | 144.789 | 223.342 | 4.834 | 372.965 |
Nicht verdiente Zinsen | 17.138 | 26.435 | 572 | 44.145 |
|
|
|
|
|
Bruttoleasingforderungen | 161.927 | 249.777 | 5.407 | 417.110 |
Die Aufteilung der kurzfristigen Forderungen nach Leasing- und Mietkaufgeschäft stellt sich wie folgt dar:
Zusammensetzung der Nettoleasingforderungen
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Leasing | 121.338 | 77.506 |
Mietkauf | 23.451 | 19.152 |
|
|
|
Summe | 144.789 | 96.658 |
Der Nominalwert der nicht garantierten Restwerte zum 31. Dezember 2007 beträgt 583 T€ (Vj. 363 T€).
3. Zur Abwicklung erworbene notleidende Kredite und Forderungen
Bei den „Zur Abwicklung erworbenen notleidenden Krediten und Forderungen“ handelt es sich um zahlungsgestörte, unbesicherte Forderungen, titulierte Forderungen gegen private (und in geringem Umfang gewerbliche) Schuldner sowie zahlungsgestörte Darlehensforderungen, grundpfandrechtlich besicherte Forderungen und um an deutsche Sachversicherer garantierte und ausgezahlte Inkassoeinzugsleistungen. Für die einzelnen Forderungsklassen bestehen bei den Gesellschaften des Segments Inkasso Kernkompetenzen bei der Bearbeitung der Forderung. So konzentriert sich die Proceed Collection Services GmbH (vormals Hansen & Schucht Debitorenmanagement GmbH) hauptsächlich auf die Abwicklung unbesicherter Forderungen aus gekündigten Kreditengagements. Sirius Inkasso GmbH bietet deutschen Sachversicherern garantierte und ausgezahlte Inkassoeinzugsleistungen für gekündigte Versicherungsprämien an. Die Proceed Portfolio Services GmbH ist der Spezialist für grundpfandrechtlich gesicherte Forderungen von Banken und Sparkassen. Die Bewertung dieser Position, die in die Kategorie „Erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte“ fällt, erfolgt zu Marktwerten. Da kein aktiver Markt gemäß den IFRS zur Ermittlung des Fair-Value zur Verfügung steht, erfolgt die Ermittlung anhand eines Investitionsmodells, dass auf Basis der bei Erwerb festgesetzten Parameter fortgeführt wird.
Hierbei werden die bei Erwerb der Forderungen auf Basis von Zahlungserfahrungen gleichartiger Portfolios abgeschätzten Zahlungseingänge um erwartete Abwicklungs- und Beitreibungskosten vermindert und mit den realisierten Zahlungseingängen verglichen. Sich hieraus ergebende Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst. Des Weiteren wird auf Punkt II.6 „Wesentliche Schätzungen und Annahmen im Rahmen der Bilanzierung“ verwiesen.
In der folgenden Tabelle ist der Bestand der lang- und kurzfristigen zur Abwicklung erworbenen notleidenden Kredite und Forderungen dargestellt:
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Besicherte Darlehen | 87.224 | 50.119 |
Unbesicherte Darlehen | 47.285 | 29.633 |
Unbesicherte sonstige Forderungen | 58.539 | 45.638 |
|
|
|
Summe | 193.048 | 125.390 |
Die Aufteilung der zur Abwicklung erworbenen notleidenden Kredite und Forderungen nach Restlaufzeiten stellt sich wie folgt dar:
Restlaufzeit | ||||
in T€ | unter 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt |
| ||||
Zur Abwicklung erworbene notleidende Kredite und Forderungen | 42.876 | 119.037 | 31.135 | 193.048 |
Die Entwicklung der zur Abwicklung erworbenen notleidenden Kredite- und Forderungen stellt sich wie folgt dar:
in T€ | 2007 | 2006 |
Buchwert 1.1. | 125.390 | 30.447 |
Erwerbe | 86.255 | 143.840 |
Zwischensumme | 211.645 | 174.287 |
Zahlungseingänge | 56.978 | 19.756 |
Zahlungseingänge Verbriefung | 0 | 36.349 |
./. Investitionsertrag | 38.322 | 8.580 |
Tilgung | 18.656 | 47.525 |
Cashflow-basierte FV-Anpassungen | ||
Zuschreibungen | 3.166 | 351 |
Abschreibungen | -3.106 | -1.724 |
Fair-Value-Anpassungen | 60 | -1.372 |
Buchwert 31.12. | 193.048 | 125.390 |
4. Forderungen aus Factoring
In der Position „Forderungen aus Factoring“ werden im eigenen Namen und auf eigene Rechnung erworbene Forderungen in Höhe von 38.137 T€ (Vj. 1.482 T€) ausgewiesen. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der spanischen Factoringgesellschaft Corfisa Financial Services S.A. im Rahmen des Erwerbs der Multigestión-Gruppe sowie der Aufnahme des operativen Geschäfts der Universal Factoring GmbH.
5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Segment Kredit Forderungen gegenüber Dritten aus der Verwertung von Leasingrückläufern und Sicherheiten, Forderungen aus rückständigen Raten von Leasing- und Mietkaufverträgen sowie Schadenersatzforderungen. Die Ermittlung der Wertberichtigung erfolgt nach einem systematisierten Ansatz auf Basis vergangenheitsbezogener Auswertungen hinsichtlich der Zahlungsströme und berücksichtigt das Alter der Forderung sowie den Vertragsstatus. Die Forderungen des Segments Inkasso betreffen zum Stichtag Forderungen gegenüber Mandanten aus der Portfolioverwaltung. Erworbene zahlungsgestörte Kredite und Forderungen sind unter Punkt III.3 „Zur Abwicklung erworbene notleidende Kredite und Forderungen“ ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Segments Systeme umfassen stichtagsbezogene ausstehenden Rechnungen aus dem Verkauf und dem Service von IT-Komponenten.
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 93.391 | 85.127 |
Abzüglich Einzelwertberichtigungen | 16.372 | 20.503 |
|
|
|
Summe | 77.019 | 64.624 |
Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besitzen eine Fristigkeit von weniger als einem Jahr. Zur Erläuterung der Einzelwertberichtigungen wird auf Punkt IV.7 „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ verwiesen.
Wertberichtigungskonten betreffen lediglich die Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" (IAS 39 Kategorie: Kredite und Forderungen). Die Aufwendungen und Erträge aus der Veränderung der Einzelwertberichtigung entfallen im Wesentlichen auf das Segment Kredit. Die Verbuchung der Wertberichtigungen erfolgt über Wertberichtigungskonten; endgültig uneinbringliche Forderungen werden unter Berücksichtigung von bereits gebildeten Wertberichtungen vollständig ausgebucht. Darüber hinaus bestehen zwei einzelfallbezogene Wertberichtigungskonten in den „Sonstigen kurzfristigen operativen Forderungen“. Auf die Erläuterungen zu dieser Bilanzposition wird verwiesen (III.8).
Die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen erfolgt im Segment Kredit mit Hilfe einer standardisierten Systematik. Hierbei werden die Forderungen zum Bewertungsstichtag in sieben Kategorien eingeteilt. In den verschiedenen Kategorien werden die Forderungen u.a. unter Berücksichtigung von zu Marktwerten bewerteten Sicherheiten (z.B. Kautionen oder Verpfändung von Rechten) sowie der Zahlungshistorie bewertet. Bei Forderungen, bei denen die zugrunde liegenden Verträge noch nicht endgültig abgerechnet worden sind, werden im Rahmen einer simulierten Schadenabrechnung die Objektwerte anhand einer aus Erfahrungswerten ermittelten standardisierten Objektverlaufskurve bewertet. Zusätzlich erfolgt für größere ausstehende Forderungen eine einzelfallbezogene Beurteilung der gebildeten Wertberichtigung. Die Entwicklung der Wertberichtigung stellt sich wie folgt dar:
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Anfangsbestand | 20.503 | 30.434 |
Verbrauch | 7.084 | 14.326 |
Auflösung | 2.220 | 2.298 |
Ergebnisneutrale Zuführung | 498 | 0 |
Korrektur Zinsschaden | 446 | 1.301 |
Zuführung | 4.229 | 5.392 |
|
|
|
Endbestand | 16.372 | 20.503 |
6. Unfertige Leistungen
Im Wesentlichen bestehen unfertige Leistungen im Rahmen von noch nicht endabgerechneten Inkassoleistungen der Zyklop Inkasso GmbH. Hierbei dienen die bereits geleisteten Zahlungen der Schuldner als Bewertungsgrundlage. Des Weiteren betreffen die unfertigen Leistungen Softwareentwicklungen der ABIT AG sowie der GENEVA-ID GmbH. Die ADA – Das SystemHaus GmbH weist keine unfertigen Leistungen mehr aus, da die Kundenprojekte im Laufe des Jahres 2007 abgeschlossen wurden.
7. Fertige Erzeugnisse und Waren
Die Position „Fertige Erzeugnisse und Waren“ beinhaltet IT-Objekte des Segments Systeme, Leasing- und Mietkaufobjekte, bei denen die Endabrechnung an die Mietkäufer zum Bilanzstichtag noch aussteht sowie sonstige Objekte aus rückabgewickelten Leasing- und Mietkaufverträgen, die zur Verwertung vorgesehen sind.
Bei der Position IT-Warenlager handelt es sich im Wesentlichen um handelsübliche Waren aus dem IT-Bereich, die größtenteils auftragsbezogen eingekauft werden sowie um Wartungsbestände, die für bestehende Wartungsverträge vorgehalten werden.
Die neuen Objekte aus Leasingverträgen sind zu Anschaffungskosten, die sonstigen Objekte zu Gutachtenwerten bilanziert. Zum Jahresende erfolgten ggf. Abschreibungen auf den erwarteten Verwertungserlös. In diesem Zusammenhang wird auf die Position "Abschreibung auf kurzfristige Vermögenswerte" in der Gewinn- und Verlustrechnung verwiesen. Mit Ausnahme der geleisteten Anzahlungen, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, erfolgt die Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs-/Herstellkosten und Veräußerungswerten abzüglich voraussichtlicher Veräußerungskosten. Wertänderungen wurden in der Position „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ erfasst.
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
IT- Warenlager | 7.307 | 4.780 |
Leasing- und Mietkaufobjekte | 6.912 | 1.841 |
Geleistete Anzahlungen | 2.141 | 1.532 |
Sonstige Objekte | 2.518 | 1.686 |
|
|
|
Summe | 18.878 | 9.839 |
8. Sonstige kurzfristige operative Forderungen
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Ausgleichsanspruch Resba GmbH | 30.292 | 30.096 |
Sicherungsguthaben | 16.562 | 13.321 |
Forderungen gegenüber Finanzamt | 6.857 | 1.981 |
Vorleistungen des Inkassobereichs | 5.902 | 4.919 |
Forderungen aus Finanzierungen | 2.025 | 3.789 |
Forderungen gegen Versicherungen | 1.819 | 2.670 |
Forderung gegenüber KFA | 1.237 | 1.336 |
Darlehen Wiese + Partner | 0 | 4.800 |
Sonstige | 15.689 | 8.023 |
Summe | 80.384 | 70.935 |
Der Ausgleichsanspruch gegenüber Resba GmbH resultiert aus einem Ergebnisabführungsvertrag der SBL Mobilien GmbH gegenüber der ehemaligen Gesellschafterin bzw. deren Rechtsnachfolgern. Zu näheren Erläuterungen wird auf Punkt II.7 „Wesentliche Beurteilungen im Rahmen der Bilanzierung“ verwiesen. Den aufgrund von Unsicherheiten bezüglich der Verzinsungsmethode bestehenden Risiken wurde erstmals durch eine separate Wertberichtigung in Höhe von 2 Mio. € Rechnung getragen.
Die Position „Sicherungsguthaben“ beinhaltet den kurzfristigen Anteil der Forderungen gegenüber den ABCP-Programmen sowie dem ABS-Bond. Es handelt sich hierbei um das entstandene kurzfristige Sicherungsguthaben in Höhe von 16.562 T€ (Vj. 13.321 T€) der ABCP-Programme in Höhe von rund 6% bzw. 4,5% der verkauften Leasing-, Mietkauf- und Darlehensforderungen in Höhe von insgesamt 38.117 T€ (Vj. 27.202 T€). Des Weiteren enthält diese Position den mit dem ABS Bond (FAST 2005 Ltd.) in Zusammenhang stehenden kurzfristigen Teil der Sicherungsguthaben (Default Reserve, Commingling Reserve, Indemnity Reserve). Der übrige Teil des Sicherungsguthabens in Höhe von 38.664 T€ (Vj. 32.041 T€) ist unter der Position „Sonstige langfristige Forderungen“ bilanziert.
Die Position „Sonstige“ betrifft unter anderem debitorische Kreditoren, Gehaltsverrechnungen sowie kurzfristige Kautionen.
9. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Zum 31. Dezember 2007 betrifft die Position insbesondere die zu Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte aus dem Vermietvermögen der Universal Lease Iberia S.A. Hierbei handelt es sich um Vermögenswerte in Höhe von 10.531 T€ (Vj. 11.334 T€), die nicht mehr zur Vermietung vorgesehen sind. Der Vorjahreswert umfasst zudem eine im Eigentum der ADA – Das SystemHaus GmbH stehende Immobilie, die in 2007 veräußert wurde (5.827 T€). Der Eigentumsübergang erfolgte mit der Kaufpreiszahlung in 2007. Gemäß IFRS 5 sind diese Vermögenswerte mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten separat auszuweisen.
10. Wertpapiere
Zum 31. Dezember 2007 wurden in geringem Umfang Wertpapiere von der Domnowski Inkasso GmbH in Höhe von 13 T€ (Vj. 13 T€) gehalten.
Langfristige Aktiva
11. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Für Erläuterungen zu der Entwicklung der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wird auf die Angaben aus der gesonderten Übersicht „Entwicklung des Konzernanlagevermögens“, die diesem Konzernanhang als Anlage beigefügt ist, verwiesen.
12. Vermietvermögen
Das Vermietvermögen resultiert aus Objekten, die für Operate-Lease-Verträge angeschafft wurden. Bei diesen Verträgen sind die Barwerte der nicht garantierten Restwerte größer als 10% der Nettoinvestionswerte der Leasingverträge bzw. die Laufzeit der Verträge ist deutlich geringer als die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Objekte (vgl. IAS 17.8 ff). Der wesentliche Bestand an Vermietvermögen ist auf das Fahrzeugleasingportfolio der Universal Lease Iberia S.A. zurückzuführen. Zum 31. Dezember bestanden folgende Forderungen auf künftige Mindestleasingzahlungen (ohne nicht garantierte Restwerte) aufgrund von unkündbaren Operate-Leasingverhältnissen:
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Bis 1 Jahr | 64.368 | 53.405 |
1 bis 5 Jahre | 96.076 | 66.235 |
Über 5 Jahre | 796 | 681 |
|
|
|
Summe | 161.240 | 120.320 |
13. Grundstücke und Bauten
Bei den Grundstücken und Bauten in Höhe von 892 T€ (Vj. 62 T€) handelt es sich im Wesentlichen um ein im Geschäftsjahr 2007 erworbenes Grundstück im angrenzenden Umland von Sevilla. Es ist beabsichtigt, auf diesem Grundstück ein Verwaltungsgebäude und ein Verwertungsgelände für die Universal Lease Iberia S.A. zu errichten sowie Werkstätten und Lagerhallen für deren Zulieferer.
14. Software
Die ausgewiesene Software betrifft im Wesentlichen Produkte der GENEVA-ID GmbH mit den Linien Software Classic, Software PoS (Point of Service) und Software Advanced Family, Produkte der ABIT AG mit den Linien ABIT phinAMV, ABIT phinAVV und OptiMahn sowie den Produkten ABIT Recht.net sowie ABIT Kredit.net, die gemäß IAS 38.33 ff bewertet sind sowie Module der selbsterstellten Leasingsoftware LEASE1. Die im Einsatz befindliche Software LEASE1 ist bereits planmäßig vollständig abgeschrieben worden.
Die Abschreibung erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. Restnutzungsdauer der jeweiligen Software und beträgt zwischen drei bis zehn Jahren.
Advanced Family ist ein prozess- und produktgetriebenes Bestandsführungssystem für Versicherungsunternehmen. Software Classic ist ein Kompaktsystem für Versicherer und selbstpolicierende Versicherungsmakler. Point of Service ist eine webbasierte Lösung für den Vertriebsprozess mit Multichannel-Ansatz. Gleichzeitig bildet das technische Framework die Grundlage für eine Zusammenführung und homogene Darstellung von Informationen und Verarbeitung weitergehender Prozesse aus verschiedensten Systemen.
Die Produktlinie ABIT phinAMV ist eine praxisnahe Lösung zur umfassenden Unterstützung des unternehmensweiten Forderungsmanagements. ABIT phinAVV ist eine Softwarelösung für das kommunale Forderungsmanagement. Die Anwendung organisiert den Gesamtprozess der öffentlich-rechtlichen Vollstreckung und der privatrechtlichen Beitreibung. ABIT Recht.net ist eine netzzentrierte Software für das Forderungsmanagement. Sie unterstützt den Gesamtprozess der Forderungsabwicklung in der Kreditwirtschaft unter Berücksichtigung der gesetzlichen Grundlagen und liefert zudem alle relevanten Informationen über das Risikopotenzial in der Kundenstruktur. ABIT Kredit.net ist eine Softwarelösung für den Gesamtprozess der Kreditantrags- und Kreditsachbearbeitung für alle Engagementgrößen und alle Institutsgruppen.
Die Entwicklung der Software ist in der gesonderten Übersicht „Entwicklung des Konzernanlagevermögens“ dargestellt.
15. Kundenbeziehungen
Die im Rahmen der Kaufpreisallokation aktivierten Kundenbeziehungen der Multigestión und Corfisa werden in Abhängigkeit der erwarteten Umsätze linear über eine Laufzeit von fünf bzw. zwölf Jahren abgeschrieben. Die identifizierten Kundenbeziehungen der has program service werden ebenfalls über eine Laufzeit von fünf bzw. zehn Jahren abgeschrieben.
16. Anteile an assoziierten Unternehmen
Bei den Anteilen an assoziierten Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um die Anteile an der HFI Finanz- und Investitions-Beratungsgesellschaft Hamm mbH und der VR Inkasso Leasing & Consulting GmbH in Höhe von jeweils 48%. Der derzeit letzte festgestellte Abschluss der Gesellschaften ist der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006. Die Gesellschaften erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2006 ein Ergebnis in Höhe von 186 T€ (HFI) und -2 T€ (VRI). Darüber hinaus sind drei Beteiligungen der Universal Lease Iberia S.A. zwischen 20% und 33% Besitzanteil sowie eine Beteiligung der GENEVA-ID GmbH mit 28%igem Besitzanteil in dieser Position dargestellt.
Unternehmen | Beteiligung |
Beteiligung der GFKL Financial Services AG | |
HFI Finanz- und Investitions-Beratungsgesellschaft Hamm mbH, Hamm | 48 |
VR Inkasso Leasing & Consulting GmbH, Hamm | 48 |
Beteiligung der Universal Lease Iberia, S.A. | |
Auto Park Renting de Vehículos, S.A., Madrid, Spanien | 20 |
Swing-Rent a Car, S.A., Marbella (Málaga), Spanien | 33 |
Auto Renting Rioja, S.A., Logroño, Spanien | 20 |
Beteiligung der GENEVA-ID GmbH | |
Isy-Informationssysteme GmbH, Weeze | 28 |
in T€1 | HFI | VR Inkasso | Isy- | Auto Park Renting | Swing-Rent a Car | Auto Renting Rioja |
Vermögenswerte | 358 | 110 | 675 | 60.489 | 1.371 | 17.749 |
Verbindlichkeiten | 248 | 252 | 128 | 59.896 | 1.236 | 17.172 |
Umsatzerlöse | 963 | 22 | 945 | 28.998 | 1.368 | 4.128 |
Jahresergebnis | 186 | -2 | 63 | -3 | 6 | -222 |
1 Qualifizierte Schätzungen
Die Vorjahreszahlen der assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
in T€ | Auto Park Renting | Swing-Rent a Car | Auto Renting Rioja | WestFoma |
Vermögenswerte | 34.382 | 898 | 13.915 | 746 |
Verbindlichkeiten | 34.087 | 894 | 13.492 | 569 |
Umsatzerlöse | 6.657 | 1.077 | 3.787 | 938 |
Jahresergebnis | -12 | -82 | -11 | 64 |
17. Geschäfts- oder Firmenwerte
Die Bilanzposition umfasst Geschäfts- und Firmenwerte von vierzehn bzw. zwölf Zahlungsmittel generierenden Einheiten (ZMGE). Die im Konzern ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 95,5 Mio. € (Vj. 68,9 Mio. €) sind im Folgenden dargestellt:
Zahlungsmittel generierende Einheit
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Multigestión Gruppe | 15.586 | 0 |
ADA-Das SystemHaus GmbH | 13.077 | 13.707 |
Zyklop Inkasso Deutschland GmbH | 12.542 | 12.542 |
ABIT AG | 9.557 | 9.557 |
Universal Leasing Ltd. | 8.688 | 5.184 |
GENEVA-ID GmbH | 7.881 | 0 |
Universal Lease Iberia S.A. | 6.224 | 6.224 |
Universal Leasing Benelux B.V. | 5.348 | 5.348 |
Universal Leasing GmbH | 4.860 | 4.860 |
Domusvenda Holding SGPS S.A. | 4.121 | 4.121 |
Proceed Collection Services GmbH | 3.318 | 3.318 |
Domnowski Inkasso GmbH | 3.410 | 3.165 |
debifact Factoring GmbH & Co. KG | 729 | 729 |
Proceed Securitization Services GmbH | 140 | 140 |
Summe | 95.480 | 68.895 |
Die Geschäftswerte auf Ebene der Universal Leasing Ltd. sowie auf Ebene der Domnowski Inkasso GmbH haben sich aufgrund von in 2007 getätigten Unternehmenserwerben auf Ebene dieser Zahlungsmittel generierenden Einheiten erhöht.
Es erfolgte keine Zuteilung von Geschäfts- und Firmenwerte auf Gruppen von Zahlungsmittel generierenden Einheiten.
Im Rahmen der Bewertung und Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 sind keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer festgestellt worden.
Da für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten (ZMGE) kein aktiver Markt besteht, wurde der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) im Rahmen der Bestimmung der Nutzungswerte (Value in Use) in Form einer Discounted-Cashflow-Analyse ermittelt. Im Rahmen der Berechnung der Nutzungswerte wurden Cashflows aus der auf IFRS basierenden fünfjährigen Finanzplanung des GFKL-Konzerns verwendet. Die Plandaten resultieren bei den Leasinggesellschaften im Wesentlichen aus dem zukünftig erwarteten Neugeschäft und der Abwicklung der bisher generierten Leasingportfolios, bei den Inkassogesellschaften aus der Performance der betreuten bzw. bilanzierten sowie zukünftiger geplanter Portfolios. In den Segmenten Software und Systeme resultieren die Daten der fünfjährigen Finanzplanung wesentlich aus erwarteten Erträgen für Dienstleistungen bzw. Erlösen aus der Veräußerung von Waren. Der Abzinsungssatz für den Detailplanungszeitraum wurde mit der „Weighted-Average-Cost-of-Capital“-Methode (WACC) ermittelt und beträgt für den Großteil der Zahlungsmittel generierenden Einheiten 9,25%, für die in Portugal agierende ZMGE-Domusvenda wird von einem Zinssatz in Höhe von 10% ausgegangen. Die WACC sind ein Mischzinssatz aus den gewogenen Eigenkapital- und Fremdkapitalkosten, der die durchschnittlichen Kapitalkosten eines Unternehmens in Abhängigkeit von dessen Finanzierungsstruktur wiedergibt. Für den Diskontierungssatz der nachhaltigen Perioden wurde von einem üblichen Wachstumsabschlag in Höhe von 1% ausgegangen. Der im GFKL-Konzern zu berücksichtigende Buchwert der ZMGE inklusive Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von insgesamt 228,3 Mio. € (Vj. 147,9 Mio. €) steht ein erzielbarer Betrag in Höhe von 444,8 Mio. € (Vj. 437,6 Mio. €) gegenüber.
Gemäß IFRS 3 wurde zum 1. Januar 2005 die planmäßige Abschreibung der Firmenwerte durch einen mindestens jährlich durchzuführenden Impairment-Test ersetzt. Zum 31. Dezember 2007 wurden Impairment-Tests für die firmenwerttragenden, Zahlungsmittel generierenden Einheiten durchgeführt. Lediglich bei der ZMGE-ADA geht mit der Nutzung der in der Eröffnungsbilanz nicht angesetzten Verlustvorträge eine gemäß IFRS 3.65 geforderte Abschreibung des Firmenwertes einher. Hieraus ergibt sich eine Ergebnisbelastung in Höhe von 630 T€ (Vj. 1.200 T€). Im Geschäftsjahr lagen keine Hinweise auf eine Wertminderung der den anderen Firmenwerten zu Grunde liegenden Zahlungsmittel generierenden Einheiten vor.
18. Langfristige verzinsliche Leasing- und Mietkaufforderungen
Der Ansatz der langfristigen verzinslichen Leasing- und Mietkaufforderungen im Konzernabschluss erfolgt analog zu den kurzfristigen verzinslichen Leasing- und Mietkaufforderungen. Es wird auf die diesbezüglichen Erläuterungen verwiesen.
19. Langfristige zur Abwicklung erworbene notleidende Kredite und Forderungen
Die Position beinhaltet den langfristigen Teil der zur Abwicklung erworbenen notleidenden Kredite und Forderungen. Die Bestimmung der Fristigkeiten basiert auf den für jedes Portfolio im Rahmen des Investitionsmodells ermittelten Zahlungsprognosen. Auf die Erläuterungen zu Punkt III.3 „Zur Abwicklung erworbene notleidende Kredite und Forderungen“ wird verwiesen.
20. Sonstige langfristige Forderungen
Die sonstigen langfristigen Forderungen setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen gegen FAST 2005 Limited, Compass, Tulip, Acorn sowie Galleon in Höhe von 38.664 T€ (Vj. 32.041 T€) zusammen. Es handelt sich hierbei um die im Zusammenhang mit dem ABS Bond und den ABCP-Programmen entstandenen langfristigen Sicherungsguthaben der verkauften Leasing-, Mietkauf- und Darlehensforderungen. Der übrige Teil des Sicherheitsguthabens in Höhe 16.562 T€ (Vj. 13.321 T€) ist unter der Position „Sonstige kurzfristige operative Forderungen“ bilanziert.
21. Aktive latente Steuern
Aktive latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden nach IFRS ausgewiesen. Im Wesentlichen resultieren die aktiven latenten Steuern aus der Bewertung der steuerlich nutzbaren Verlustvorträge. Hierbei wurde für aktive latente Steuern, deren Werthaltigkeit nicht bereits durch passive latente Steuern in gleicher Höhe gegeben ist, eine Bewertung anhand einer Steuerergebnisplanung durchgeführt. Insgesamt wurden die Verlustvorträge bewertet und aktive latente Steuern für Verlustvorträge in Höhe von 19,5 Mio. € (Vj. 28,1 Mio. €) angesetzt. Hiervon entfallen 11,8 Mio. € auf die bewerteten gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge der GFKL Financial Services AG. Diese sind durch eine fünfjährige Steuerplanung nachgewiesen. In Höhe von rund 17,3 Mio. € (Vj. 17,1 Mio. €; jeweils nach Bewertung mit dem entsprechenden Steuersatz) wurden keine Verlustvorträge angesetzt. Diese entfallen im Wesentlichen (10,5 Mio. €; Vj. 13,4 Mio. €) auf die gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge der ADA – Das SystemHaus GmbH. Aufgrund der Verlusthistorie der Gesellschaft werden gemäß IAS 12.35 keine Verlustvorträge angesetzt. Zu weiteren Erläuterungen wird auf den Punkt IV.12 „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ verwiesen.
22. Zinsswap
Die bestehenden derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Cashflow Risiken nach IAS 39 betreffen mit 1.467 T€ (im Vj. 95 T€) die Zinsabsicherung von variabel verzinslichen Darlehen der britischen Tochtergesellschaft aus bestehenden Warehouse-Finanzierungslinien. Darüber hinaus hat die GFKL Financial Services AG im Berichtszeitraum drei Zinsswaps abgeschlossen, deren Marktwerte zum Bilanzstichtag insgesamt -194 T€ betragen. Die Marktwertveränderungen der im Rahmen von Cashflow Hedges designierten Swaps werden erfolgsneutral in der Bewertungsrücklage für Finanzinstrumente gebucht. Gemäß IAS 39 sind Wertänderungen dieser Finanzinstrumente ergebnisneutral im Eigenkapital zu erfassen, wenn sie sowohl prospektiv als auch retrospektiv als effektiv anzusehen sind.
Der Zinsswap der Bayerischen Landesbank in Höhe von 130,9 Mio. € (Vj. 50.7 Mio. €) ist in britischen Pfund notiert und sichert Zinszahlungen (Cashflows) in britischen Pfund aus diversen Leasingrefinanzierungen der Universal Leasing Ltd. gegen Zinsänderungsrisiken.
Die Designation der Mehrzahl der zum Vorjahr bestehenden Cashflow Hedges zur Zinssicherung von bilateralen Darlehen sowie Schuldscheindarlehen der GFKL Financial Services AG wurde im November 2007 aufgelöst. Zum Zeitpunkt der Auflösung betrugen die in die Bewertungsrücklage eingestellten Marktwerte der aufgelösten Zinsswaps 2.303 T€. Die Auflösung der korrespondierenden Neubewertungsrücklage wird über die Laufzeit des ehemaligen zinsgesicherten Grundgeschäfts vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Fair-Value-Risiken nach IAS 39 bestehen zum Bilanzstichtag und bestanden im Vorjahr nicht.
Zur Absicherung von zinsinduzierten Marktwertveränderungen der NPL-Portfolios wurden im Berichtsjahr bei der GFKL Financial Services AG und diversen Tochtergesellschaften sieben Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von 137,2 Mio. € neu abgeschlossen. Der Marktwert dieser Zinsswaps beträgt zum Bilanzstichtag 86 T€. Auf Grund einer fehlenden formalen Sicherungsbeziehung nach IAS 39 werden die Marktwertveränderungen der Swaps erfolgswirksam vereinnahmt.
Die Marktwerte, für die von ausländischen Tochtergesellschaften abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente, betragen zum Bilanzstichtag 98 T€. Marktwertveränderungen werden auch hier aufgrund einer fehlenden formalen Sicherungsbeziehung nach IAS 39 erfolgswirksam erfasst.
Kurzfristige Verbindlichkeiten
23. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 79.891 T€ (Vj. 57.086 T€) resultieren im Wesentlichen aus der Vorfinanzierung des Neugeschäftes im Bereich Kredit. Hierzu stehen dem Konzern Vorfinanzierungslinien bei verschiedenen Banken zur Verfügung, die im Wesentlichen variabel auf EURIBOR-Basis verzinst werden. Im Folgenden sind die Vorfinanzierungslinien und andere kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten tabellarisch dargestellt:
Bank | Art | Verzinsung | 31.12.2007 |
Deutsche Kreditbank AG | Vorfinanzierung | 1-M-EURIBOR | 8.219 |
SEB AG | Vorfinanzierung | EONIA | 7.317 |
Sparkasse KölnBonn | Vorfinanzierung | 1-M-EURIBOR | 7.109 |
Landesbank Rheinland-Pfalz | Vorfinanzierung | fix | 5.981 |
Deutsche Bank AG | Vorfinanzierung | EONIA | 1.487 |
Coöperatieve Rabobank Eindhoven U.A. | Vorfinanzierung | 1-M-EURIBOR | 1.266 |
HSH Nordbank AG | Vorfinanzierung | EONIA | 1.098 |
Sonstige Darlehen (kurzfristiger Teil) | Darlehen | fix | 247 |
Zinsabgrenzungen | Zinsabgrenzungen | ohne | 2.987 |
Kontokorrentlinien zur Finanzierung des Factoringgeschäftes | Kontokorrentlinien | EONIA | 27.223 |
Sonstige kurzfristige Kontokorrentlinien | Kontokorrentlinien | diverse | 16.956 |
Summe | 79.891 |
In folgender Tabelle sind zu Vergleichszwecken die aggregierten Vorjahresvergleichszahlen dargestellt:
Bezeichnung | Art | Verzinsung | 31.12.2006 |
Vorfinanzierungen | CP-Vorfinanzierung | diverse | 35.660 |
Darlehen (kurzfristiger Teil) | Darlehen | EURIBOR | 11.627 |
Zinsabgrenzungen | Zinsabgrenzungen | ohne | 1.917 |
Sonstige Kontokorrentlinien | Kontokorrentlinien | diverse | 7.882 |
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Summe | 57.086 |
Die Fälligkeit der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist geringer als ein Jahr. Die CP-Vorfinanzierungen sind entweder zeitlich unbefristet oder besitzen Fristigkeiten zwischen einem und zwei Jahren. Bei den Vorfinanzierungen bestehen Besicherungen in Form der Abtretung der jeweiligen vorfinanzierten Leasingforderungen, die zum Zeitpunkt der Verbriefung an die ABCP-Programme bzw. den ABS Bond freigegeben werden.
24. Verzinsliche Leasingverbindlichkeiten aus Refinanzierung
Zum Zwecke der Refinanzierung verkauft der Konzern seine Forderungen aus bestehenden Leasingraten und/oder vereinbarten Restwerten entweder einzeln oder in Paketen an verschiedene Refinanzierungsinstitute. Darüber hinaus wird die Refinanzierung der Forderungen über Bankdarlehen abgebildet. Zum 31. Dezember 2007 waren Forderungen im Gesamtwert von 55.689 T€ (Vj. 24.438 T€) an Refinanzierungsinstitute verkauft und 388.858 T€ (Vj. 291.710 T€) über Bankdarlehen refinanziert. Nach IFRS werden beide Refinanzierungsarten als Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen. Die starke Zunahme ist auf das überwiegend per Darlehen refinanzierte Leasinggeschäft der Universal Lease Iberia S.A. zurückzuführen. Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten aus Refinanzierung – unterteilt in Raten- und Restwertforderungen, die durch echten und unechten Forderungsverkauf veräußert wurden – haben sich in den vergangenen zwei Geschäftsjahren wie folgt entwickelt:
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Forfaitierte Raten | 13.084 | 6.579 |
Forfaitierte Restwerte | 1.931 | 3.094 |
Refinanzierte Raten und Restwerte | 186.836 | 135.776 |
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Summe | 201.850 | 145.449 |
Der Anteil der Leasingverbindlichkeiten aus Refinanzierung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird unter den langfristigen Leasingverbindlichkeiten aus Refinanzierung bilanziert.
Zum 31. Dezember 2007 wurde der überwiegende Teil des neu generierten Forderungsbestandes (langfristig und kurzfristig) aus dem Leasinggeschäft im Wege des Forderungsverkaufs an die ABCP-Programme bzw. bis April 2007 an den ABS Bond refinanziert. Die Zunahme der Leasingverbindlichkeiten aus Refinanzierung ist im Wesentlichen auf die konsolidierten ausländischen Leasinggesellschaften zurückzuführen. Für die Forderungen der Universal Lease Iberia S.A. erfolgte eine erste Verbriefung im Januar 2008. Mittelfristig ist ebenfalls die verstärkte Nutzung bzw. Einrichtung von ABCP-Programmen vorgesehen.
25. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Verpflichtungen aus dem Kauf von Leasing- und Mietkaufobjekten und der Verpflichtung zur Weiterleitung von Zahlungseingängen aus der Portfolio-Verwaltung:
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Verpflichtungen aus dem Kauf von Mietkauf und Leasingobjekten | 50.478 | 38.237 |
Verpflichtungen zur Weiterleitung von Zahlungseingängen aus der Portfolio-Verwaltung | 18.160 | 16.200 |
Verpflichtungen aus dem Kauf von Handelsobjekten | 9.501 | 7.497 |
Verpflichtungen aus dem Ankauf von Portfolios | 11 | 0 |
Sonstige | 5.712 | 5.123 |
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Summe | 83.862 | 67.057 |
26. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Gewerbesteuer in Höhe von 7,3 Mio. € (Vj. 3,9 Mio. €) und Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag in Höhe von insgesamt 3,6 Mio. € (Vj. 3,7 Mio. €).
27. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen neben erwarteten Kosten im Rahmen von Rechtsstreitigkeiten auch Rückstellungen für Garantien und Wartung. Die Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus der Höhe nach noch nicht feststehenden Verpflichtungen. Die Prozesskostenrückstellungen betreffen die erwarteten Kosten von Rechtsstreitigkeiten. Die genaue Fälligkeit kann im Bereich der Prozesskosten nicht ermittelt werden. Wartungsrückstellungen resultieren im Wesentlichen aus dem Full Service aus dem Bereich Kredit. Die Kosten werden im folgenden Geschäftsjahr erwartet. Garantierückstellungen resultieren im Wesentlichen aus dem Geschäftsbereich Systeme. Hierbei handelt es sich um Gewährleistungen für selbsterstellte Spezialanfertigungen sowie für im Dienstleistungsumfeld auszuführende Reparaturen. Die Kosten werden innerhalb der nächsten vier Geschäftsjahre anfallen. Die Rückstellungen für Aufbewahrungskosten resultieren aus der gesetzlichen Verpflichtung zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen. Aufbewahrungsverpflichtungen bestehen bis zu zehn Jahren. Jubiläumsrückstellungen resultieren aus Verpflichtungen, die aus der Dauer des Beschäftigungsverhältnisses begründet sind. Sie resultieren aus Dienstjubiläen bis zu 45 Jahren. Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen in den Geschäftsjahren sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Die Erhöhung des während der Berichtsperiode aufgrund des Zeitablaufs abgezinsten Betrages und die Auswirkung von Änderungen des Abzinsungssatzes führten in der Berichtsperiode zu keinen wesentlichen Auswirkungen.
in T€ | 01.01.2007 | Zugänge aus | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2007 |
Prozesskosten | 2.029 | 0 | 280 | 1.641 | 293 | 401 |
Wartung | 1.773 | 146 | 0 | 1.773 | 0 | 146 |
Garantie | 437 | 379 | 42 | 39 | 43 | 779 |
Aufbewahrungskosten | 395 | 0 | 0 | 79 | 254 | 571 |
Jubiläum | 113 | 0 | 0 | 0 | 51 | 164 |
Summe (kurzfr.) | 4.747 | 525 | 321 | 3.531 | 641 | 2.060 |
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Garantie | 250 | 0 | 0 | 141 | 0 | 110 |
Summe (langfr.) | 250 | 0 | 0 | 141 | 0 | 110 |
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Summe (gesamt) | 4.997 | 525 | 321 | 3.672 | 641 | 2.169 |
28. Sonstige kurzfristige operative Verbindlichkeiten
in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
Weiterleitungsverpflichtung von Zahlungen im Rahmen der Kapitalmarktrefinanzierungen | 25.003 | 21.369 |
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt | 10.989 | 9.054 |
Sonderzahlungen und Urlaubsverpflichtungen | 9.379 | 6.220 |
Refinanzierung NPL-Portfolios | 8.298 | 2.060 |
Ausstehende Rechnungen | 6.421 | 3.362 |
Kreditorische Debitoren | 6.144 | 4.968 |
Abzuführende Fremdgelder | 5.408 | 6.100 |
Kaufpreisabgrenzung aus Unternehmenserwerben | 4.092 | 3.567 |
Abgegrenzte Wartungs- und Serviceerlöse | 3.536 | 3.566 |
Erhaltene Kautionen | 2.598 | 1.953 |
Verbindlichkeiten gegenüber Factoringkunden | 1.568 | 0 |
Erhaltene Anzahlungen | 991 | 1.285 |
Prüfungskosten | 719 | 677 |
Übrige | 9.166 | 8.042 |
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