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GFKL Financial Services AG - Brief an die Aktionäre

Essen, 12. September 2003

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Vorstand der GFKL Financial Services AG informiert Sie mit diesem Schreiben über seine Absicht, eine wesentliche und sehr erfreuliche Veränderung im Geschäftsbereich Financial Outsourcing vorzunehmen.

Die ABIT AG, Meerbusch, und die phinware AG, Düsseldorf, haben am 11.09.2003 den Startschuss für den Aufbruch in eine neue, zukunftsweisende Phase der Unternehmensentwicklung gegeben. Die beiden Unternehmen sollen fusionieren, gleichzeitig würde die GFKL Financial Services AG dann Hauptaktionär der neuen ABIT werden.

Die ABIT Gruppe bietet als Spezialberater integrierte Lösungen für den gesamten Prozess des Kredit- und Forderungsmanagements – beginnend mit Bonitäts- und Rating-Services über Internet-Dienstleistungen und Software-Anwendungen bis zu Inkasso-Services – für die Kundensegmente Kreditwirtschaft, Großgläubiger und Mittelstand. Die Aktien der ABIT AG sind im Prime Standard an der Frankfurt Stock Exchange notiert.

ABIT und phinware sind zwei im Markt erfolgreiche Unternehmen mit einer gemeinsamen Wurzel: phinware wurde 1990 unter anderem von Wolfgang J. Tober, einem der ABIT-Mitbegründer, nach seinem Weggang von ABIT gegründet. In der Folge haben sich beide Unternehmen mit Innovationskraft und Engagement einen beachtlichen Markterfolg erarbeitet – die ABIT AG vor allem in der Kreditwirtschaft; die phinware AG insbesondere bei Unternehmen der Versorgungsunternehmen und der Versicherungswirtschaft. Zugleich haben beide ihre Geschäftsfelder mit Dienstleistungsangeboten verbreitert und Kundengruppen außerhalb des bisherigen Stammgeschäfts erschlossen. Beide sind gewachsen und erwachsen – Zeit, aus den gemeinsamen Wurzeln eine gemeinsame Zukunft zu formen.

Das Ziel dieser Fusion ist es, beide Unternehmen nicht nur formell zusammenzuführen, sondern die Gemeinsamkeit zu leben, dabei bestehende Abläufe auf Effizienz und Synergie zu prüfen und sich weiterzuentwickeln – zum Wohle der Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre. Denn: Mit ABIT und phinware würden Mannschaften zu einem Team zusammenwachsen, die zueinander passen und deren Produktportfolios sich ideal ergänzen. Das neue Gemeinschaftsunternehmen würde seinen Kunden – noch besser als zuvor – fundiertes Consulting, innovative Softwarelösungen und umfassende Services für den gesamten Geschäftsprozess des Kredit- und Forderungsmanagement bieten. Mit dieser Fusion würden also wertvolle Synergien in der Produktentwicklung, Kundenbetreuung und Markterschließung erzielt – und eine höhere Leistungsfähigkeit für gesundes Wachstum und zufriedene Kunden gewonnen.

Diese Zukunft soll auch von Veränderungen in der Unternehmensführung und –organisation geprägt sein. Die Unternehmensleitungen haben sich bei erfolgreicher Durchführung darauf verständigt, den heutigen Standort der phinware AG in Düsseldorf aufzugeben und mit den Mitarbeitern zum Sitz der ABIT AG nach Meerbusch zu ziehen. Dort würden somit am gemeinsamen Standort rund 130 Mitarbeiter sein, in der ABIT-Gruppe insgesamt 230. Zugleich soll der Vorstand erweitert werden und künftig aus vier Mitgliedern bestehen: Jürgen Baltes (Vorstandsvorsitzender; verantwortlich für Forderungskauf und alle Corporate Functions), Wolfgang J. Tober (verantwortlich für Debitorenmanagement und Qualitätssicherung sowie Basistechnologie), Paul E. Mertes (verantwortlich für Public Sector und Portal sowie Schulung, IT Services und Support) und Christian van Laak (verantwortlich für Kreditwirtschaft und Consulting).

Im Folgenden wollen wir Ihnen den beabsichtigten Ablauf der Transaktion genauer schildern:

Der Vorstand der GFKL Financial Services AG hat am 11. September 2003 mit Genehmigung des Aufsichtsrats die Entscheidung bekanntgegeben, den Aktionären der ABIT AG, Robert Bosch Straße 1, 40668 Meerbusch, anzubieten, ihre auf den Inhaber lautenden Stückaktien der ABIT AG mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 und Gewinnanteilsberechtigung ab dem Geschäftsjahr 2003 im Wege eines Übernahmeangebotes gegen Zahlung eines Kaufpreises von € 4,00 je Stückaktie und im Übrigen zu den in der Angebotsunterlage noch mitzuteilenden Bedingungen zu erwerben. Parallel zum Übernahmeangebot wird eine Verschmelzung der phinware AG, Düsseldorf, einer 100 %igen Tochtergesellschaft der GFKL Financial Services AG, auf die ABIT AG vorbereitet. Dabei halten die GFKL Financial Services AG und die ABIT AG vorbehaltlich einer noch durchzuführenden Unternehmensbewertung eine Unternehmenswertrelation für angemessen, nach der die GFKL Financial Services AG zwischen 35 % und 38 % am Grundkapital der nach Durchführung der Verschmelzung kombinierten Gesellschaft hält.

Der Vorstand der GFKL Financial Services AG sieht in einer Beteiligung an der ABIT AG neben dem hohen Renommee zusätzliches, gemeinsames Geschäftspotential. Während die neue ABIT AG vollständig operativ unabhängig bliebe, eröffneten sich gleichzeitig Türen für attraktive Aufträge im Bereich des Forderungskaufs und –verwertung. 70 % der Großsparkassen, 80 % der Großbanken, Volksbanken, die größten Versorgungsunternehmen Deutschlands und viele Städte würden nach der Verschmelzung zu den Kunden der neuen ABIT AG zählen und könnten somit von einer der Kernkompetenzen der GFKL-Gruppe – dem Verkauf und/ oder dem Servicing von Forderungsportfolien – überzeugt werden.

Wir werden mit dieser Transaktion einen weiteren und wichtigen Schritt in eine erfolgreiche Zukunft unseres Konzerns gehen und bedanken uns bei unseren Aktionären für das in uns gesetzte Vertrauen!

Mit herzlichen Grüßen

Dr. Peter Jänsch
GFKL Financial Services AG


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